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Hessische Wohlfahrtspflege : Es fehlen Ehrenamtliche, Kopfhörer und vor allem Geld

Schwer zu tragen: In der Pandemie entstehen Helfenden wie der Tafel in Schwalbach nicht nur höhere Kosten durch Masken und Desinfektionsmittel, sondern auch dadurch, dass sie nun zu ihren Kunden fahren, um sie zu beliefern. Bild: Hannah Aders

Vereine und Institutionen, die sich sozial engagieren, fordern finanzielle Unterstützung vom Land Hessen. Denn die Pandemie hat ihnen stark zugesetzt, wie eine Umfrage zeigt.

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          Es herrscht Mangelwirtschaft. Den Organisationen der Wohlfahrtspflege in Hessen fehlen Ehrenamtliche, Kopfhörer und vor allem Geld. Eine Umfrage der Liga der Freien Wohlfahrtspflege hat die Situation ausgelotet: Das Defizit von 102 der befragten Vereine und Träger liegt bei mehr als 15 Millionen Euro. 4,4 Millionen Euro mussten sie insgesamt mehr ausgeben, etwa für Schutzausrüstung und Arbeitsmittel wie Laptops oder Systeme für Videokonferenzen. Hinzu kommen noch 11,4 Millionen Euro Mindereinnahmen. Dieses Geld fehlt, weil es zum Beispiel keine Feste mit Kuchenverkauf gab, keine Kursgebühren und kein Essen in der Kantine. Diese Ergebnisse hat die Liga, in der etwa 7000 hessische Organisationen unter dem Dach von sechs Verbänden wie der Caritas und der Diakonie zusammengeschlossen sind, am Freitag vorgestellt.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Monika Maier-Luchmann, Geschäftsführerin des Zentrums für Jung und Alt in Langen, schildert, was das für sie bedeutet: „Wir hatten 45000 Euro Mehrkosten an der Backe.“ Für Spuckschutz, Masken, aber auch für digitale Infrastruktur brauchte sie daher die Rücklagen des Vereins auf. Zwar konnte sie 30000 Euro aus Hilfsfonds refinanzieren; doch den Rest der Summe musste sie selbst decken. Und dabei habe es im vergangenen Jahr etwa 20000 Euro weniger Spenden gegeben und eine Einbuße von 26000 Euro bei den Einnahmen.

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