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Hohe Inzidenz : Corona-Modellprojekt in Alsfeld auf der Kippe

  • Aktualisiert am

Noch geöffnet: ein Geschäft in Alsfeld Bild: Laila Sieber

Das Alsfelder Modellprojekt zur Erprobung von Lockerungen in der Corona-Pandemie könnte schon nach einer Woche unterbrochen werden: Die Sieben-Tage-Inzidenz hat dort die Grenze überschritten.

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          Eine Woche nach dem Start des Alsfelder Modellprojekts zur Erprobung von Lockerungen in der Corona-Pandemie steht es wegen gestiegener Infektionszahlen auf der Kippe. „Wenn, wie wir befürchten, am Freitag die Inzidenz wieder über 200 sein wird, bedeutet das die Unterbrechung des Projektes“, sagte Bürgermeister Stephan Paule (CDU) mit Blick auf die Zahlen des Robert Koch-Instituts für den Vogelsbergkreis vom Mittwoch. Demnach überschritt dort die Inzidenz – also die Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen – mit 217,7 die Grenze von 200.

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          Für die Corona-Modellprojekte in Hessen gilt nach den Vorgaben des Landes: Liegt die kreisweite Inzidenz drei Tage hintereinander über dem Grenzwert, muss der Versuch in der Folge beendet oder unterbrochen werden. Paule erwartete auch für Donnerstag einen Wert oberhalb der 200 im Vogelsbergkreis, wo Alsfeld liegt.

          Kein Hinweis darauf, dass die Infektionen aus dem Einzelhandel kommen

          Voraussichtlich am Donnerstagnachmittag werde man wissen, ob die Inzidenz auch am Freitag den Wert übertrifft. In diesem Fall werden die Geschäftsleute informiert, „dass sie am Freitag nicht mehr öffnen können“. Es gehe um Sicherheit und nicht darum, Lockerungen bis zum letztmöglichen Zeitpunkt auszukosten, so Paule. Die Stadt will Ende der Woche mit dem Land das weitere Vorgehen besprechen.

          In Alsfeld hatte das Projekt am Donnerstag vergangener Woche begonnen. Öffnen durfte zunächst der Einzelhandel in der Kernstadt. Zum Shoppen ist ein aktueller, negativer Corona-Test nötig. Paule zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden: Die Stadt sei nicht überlaufen worden, und bis einschließlich Dienstag seien in den drei Zentren 3175 Corona-Tests durchgeführt worden. Von diesen seien 26 positiv ausgefallen. Es gebe aber keinen Hinweis darauf, dass die Infektionen auf die Öffnung des Einzelhandels zurückzuführen seien.

          Zu den hessischen Kommunen, die Öffnungen zeitlich befristet testen können, gehört auch Baunatal in Nordhessen. Dieburg, Modellkommune in Südhessen, verzichtete zunächst auf Öffnungsschritte.

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