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FDP für mehr Mut bei Lockerung : Die meisten Todesfälle wegen Covid-19 entfallen auf Altenheime

Tragisch: Mehr als die Hälfte der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in Hessen sind bisher in Seniorenheimen zu beklagen Bild: dpa

Seit Pandemie-Beginn haben in Hessen besonders Altenheime viele an oder mit Covid-19 Verstorbene beklagt. Nun sieht Minister Klose Besserung. Thüringen hängt Hessen bei der Impfquote aber ab.

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          Einen Tag nach der Präsentation des hessischen Vier-Stufen-Plans für Lockerungen im Handel und im privaten Leben sowie in der Kultur dämpft Kanzlerin Angela Merkel die Erwartungen. Dies gilt zumindest mit Blick auf schnelle Lockerungen der Corona-Regeln. Grund ist eine weiter steigende Inzidenz, also zunehmender Fälle unter 100.000 Einwohnern binnen Wochenfrist. Hessen liegt mit einem Wert von 61 zwar neuerdings wieder unter dem Niveau im Bund (63), aber weit über der Schwelle 35, die nach der bisher letzten Corona-Runde von Merkel und Länderchefs als ausschlaggebend gelten soll für Lockerungen.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die FDP-Fraktion im hessischen Landtag fordert von der Landesregierung mehr Mut bei den Corona-Lockerungen. Der diese Woche vorgestellte Plan sei „allenfalls ein Strategiewechsel light“, kritisiert laut dpa der Fraktionsvorsitzender René Rock am Freitag in Wiesbaden. Er fordert, weniger auf die Inzidenz schauen als auf Tests und Impfungen. Bei den Impfquoten liegt Hessen jedoch am Tabellenende. Das gilt für die Erst- wie die Zweiimpfung. Die Nachbarn Rheinland-Pfalz und Thüringen schneiden ungleich besser ab; Thüringen nach einem Zwischenspurt.

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