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„Neu in Frankfurt“ und „Meet5“ : Anschluss finden in der Pandemie

  • -Aktualisiert am

Status: Es ist kompliziert. Wenn es weder Kneipenbesuche noch Partys gibt, fällt es schwer, neue Bekanntschaften zu machen. Bild: Wonge Bergmann

In einer fremden Stadt Kontakte zu knüpfen ist ohnehin schwer. Doch im Lockdown ist es fast unmöglich geworden, neue Menschen zu treffen. Zwei digitale Angebote zeigen, wie es trotzdem gehen kann.

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          Im Umzugswagen stapeln sich die Kartons bis zur Decke, der neue Haustürschlüssel liegt griffbereit auf dem Armaturenbrett. Ein letztes Winken, dann setzt sich der Wagen in Bewegung: Jedes Jahr ziehen einige tausend Menschen nach Frankfurt, allein 2019 waren es fast 11.000, Tendenz steigend. Die Gründe für einen Umzug in die Mainmetropole sind verschieden. Für die einen ist es die Arbeit oder das Studium, für andere die Liebe. Doch eins haben alle Neu-Frankfurter gemeinsam: Sie wollen Anschluss finden, Bekanntschaften machen und neue Freunde finden. Während der Pandemie und vor allem im Lockdown ist das allerdings fast unmöglich geworden. Eine Frankfurter Facebook-Gruppe und die App „Meet5“ versuchen, Abhilfe zu schaffen.

          Das Runterladen dauert nur wenige Sekunden, dann erscheint das Icon auf dem Smartphone-Bildschirm. Die Aufmachung erinnert ein wenig an herkömmliche Dating-Apps. Die Einrichtung des Profils geht jedoch viel schneller, was wohl auch daran liegt, dass es bei „Meet5“ nicht um die Suche nach potentiellen Lebenspartnern, sondern in erster Linie darum geht, neue Freundschaften zu schließen. Name und Geburtsdatum eintragen, ein Bild auswählen, noch ein paar Schlagworte aus der Liste antippen – Kaffee? Lebensfroh? Hundeliebhaber? –, und schon ist das Profil fertig.

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