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Folgen der Corona-Pandemie : Stirbt gerade die Clubkultur?

Ob und wann Besucher wieder in Clubs gehen und Musik von DJs, wie Eugene Rockwell hören dürfen, ist bisher unklar. Bild: Fortuna Irgendwo/Phi Dang

Bars dürfen nun zwar wieder öffnen, Diskotheken aber werden noch lange geschlossen bleiben. Die Betreiber trifft Corona besonders hart.

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          Die Rollläden sind heruntergelassen, nur ein schmaler Spalt lässt das Sonnenlicht in den Raum fallen. Tische und Stühle wurden an die weinrote, mit einem schiefhängenden Stillleben geschmückte Wand geschoben. Davor steht ein Biertisch, der mit Schnapsflaschen, Gläsern und Erdnusspäckchen so vollgestellt ist, dass man sich ein bisschen sorgt, er könnte unter seiner Last zusammenbrechen. Rund um die freigeräumte Theke: ein frischer Anstrich in Schwarz. „Das machen gerade alle so, dass sie ihre Läden renovieren“, sagt Tamo Echt. An den Eingang seiner Bar hat er einen Zettel gehängt: „Leider zu“, steht darauf. Und: „Bleibt gesund!“

          Alexander Jürgs

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Beinahe 15 Jahre ist es her, dass Tamo Echt und Alexander Ehrich das „Feinstaub“ auf der Friedberger Landstraße im Frankfurter Nordend aufgemacht haben. Der Laden lief immer gut, jeden Tag war geöffnet, bis nachts um zwei, wenn rundherum alle anderen Kneipen und Restaurants längst zu waren. Bier und Drinks kosteten nicht viel, „ein Ort für alle“ wollte man sein. Das „Feinstaub“ war immer mehr als eine einfache Kneipe. Jeden Abend legte ein DJ seine Platten auf: Indierock, Alternative Rock, Ska, Soul, Punk, alles, nur kein Mainstream, kein Radio-Pop. Vor allem am Wochenende war es proppenvoll.

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