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Folgen der Pandemie : Größte Hotelkette Frankfurts schließt vier Häuser in zwei Städten

Die Kette Fleming’s betreibt allein in Frankfurt sieben Hotels. Drei davon werden nun geschlossen, dazu eins in Zürich. Bild: Helmut Fricke

Keine Messen, keine Kongresse, kaum Touristen und Geschäftsreisende: Auch Fleming’s, die nach dem 007-Autor benannte größte Hotelkette Frankfurts, leidet unter der Pandemie – und gibt fast jeden dritten Betrieb auf.

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          Die Fleming’s Hotels stellen den Betrieb in drei Häusern in Frankfurt und einem in Zürich ein, das hat ein Unternehmenssprecher der Betreibergesellschaft HMG der F.A.Z. bestätigt. Geschlossen werden in Frankfurt drei der bisher acht Betriebe des Konzerns: das Fleming’s Conference Hotel Frankfurt am Industriehof im Stadtteil Hausen, das Fleming’s Hotel Frankfurt-Messe im Bahnhofsviertel und das Fleming’s Hotel Frankfurt-Hamburger Allee. Ebenfalls geschlossen wird das Fleming’s Hotel Zürich. Die Mitarbeiter der Häuser, die seit Monaten nicht geöffnet gewesen seien, habe man vergangene Woche informiert, teilte das Unternehmen mit.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Um die Zukunftsfähigkeit der Unternehmensgruppe Fleming’s Hotels während der Corona-Pandemie und darüber hinaus zu sichern, hat die Geschäftsführung nach intensiver Prüfung die unternehmerische Entscheidung getroffen, diese Hotels zum 30. September dieses Jahres zu schließen“, heißt es zur Begründung der Entscheidung in der kurzen Mitteilung. Die durch die Pandemie bedingten „tatsächlichen Verluste im laufenden Geschäftsjahr sowie die weiterhin zu erwartenden niedrigen Umsätze in der Business- und Messehotellerie am Messestandort Frankfurt“ hätten zu dieser „Portfolioanpassung“ geführt. Neben Frankfurt und Zürich hat das Unternehmen noch Hotels in München, Wuppertal und Wien, 2023 soll ein weiteres in Hamburg dazukommen. Dazu, was mit den Häusern nach der endgültigen Schließung Ende September geschehen werde, wollte man sich bei der HMG, die von den Nachfahren des Gründerehepaars Ignaz und Nina Blodinger betrieben wird, nicht äußern.

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