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Heute in Rhein-Main : In zwei Stufen heraus aus dem Lockdown

Vereinzelt: Viele junge Leute fühlen sich in der Pandemie schlicht „vergessen“, andere vermissen einen „Platz zum Abhängen“ Bild: Maximilian von Lachner

Schwarz-Grün hat einen neuen Lockerungsplan entworfen. Viele Jugendliche fühlen sich in der Pandemie „vergessen“. Frankfurts ältestes Kino bleibt. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          3 Min.

          Guten Abend,
          jetzt muss nur noch das Virus mitspielen. Wieder einmal hat die Landesregierung einen Stufenplan entworfen, nach dem alles wieder einigermaßen normal werden soll… oder könnte … oder müsste. Die Pandemie bleibt trotz der erfreulichen Tendenz bei der Zahl der Neuinfektionen und dem Anteil der Geimpften eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Die vom Corona-Kabinett beschlossenen Lockerungen treten ein, sobald in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt die Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 verharrt. Eine zweite Stufe tritt in Kraft, sobald die Inzidenz an weiteren 14 aufeinanderfolgenden Tage unter 100 bleibt  oder an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 50 liegt. Die Redaktion der Rhein-Main-Zeitung hat in einer detaillierten Übersicht zusammengestellt, was das – von Schulen bis zu Versammlungen – jeweils bedeuten wird. Wie die Corona-Lage am jeweiligen Ort derzeit ist, das haben wir, aufgeschlüsselt nach Kreisen und größeren Städten, wie gewohnt in einer Tabelle zusammengefasst.

          Helmut Schwan
          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Nur bedingt in Zahlen lässt sich fassen, was die Pandemie und ihre Folgen für die Psyche von Jugendlichen bedeuten. Wie sie verkraften, dass sie kaum noch Freunde treffen, sich nicht ausprobieren, nicht erste Liebeserfahrungen sammeln können. Theresa Weiß lässt einige von ihnen in ihrem Beitrag „Fernbeziehung mit dem Leben“ zu Wort kommen. Sie hat aber auch mit Psychologen und Sozialarbeitern gesprochen. Ihre Studien kommen zu dem Ergebnis, dass mehr als zwei Drittel der Jugendlichen sich durch die Situation belastet fühlen und  Angst vor ihrer Zukunft haben. Von versäumten Schulstoff ist weniger die Rede. Etwa ein Viertel sagen, ihnen fehle ein „Ort zum Abhängen“. Und viele fühlen sich schlicht  „vergessen“.

          Hauptwache – Der F.A.Z. Newsletter für Rhein-Main

          Werktags um 21.00 Uhr

          ANMELDEN

          Der Wille und die Möglichkeit durchzuhalten werden voraussichtlich noch einige Wochen nötig bleiben. Beides legt Christopher Bausch, Betreiber der Arthouse-Kinos, an den Tag. Er übernimmt das Eldorado in Frankfurt an der Schäfergasse, das älteste Lichtspielhaus der Stadt. Denn Bausch glaubt nicht an ein „Kinosterben“ und hofft stattdessen auf kluge Öffnungsszenarien. Eva-Maria Magel schreibt in ihrem Kommentar von „Lichtblicken für die Kultur“. Sie mahnt an, Politik und Gesellschaft müssten bereit sein, in Kulturorten Räume und Möglichkeiten der Inspiration, der geistigen Bereicherung, der gemeinschaftlichen Verständigung und des Austauschs zu erkennen.

          Und außerdem hat am Donnerstag der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt mit einem Gottesdienst auf dem Dach eines Parkhauses begonnen, der im Netz übertragen wurde +++ sind die Koalitionsverhandlungen zu einer künftigen „V-Ampel“ in Frankfurt auf der Zielgeraden +++ ermittelt die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit der Greensill-Pleite gegen den Schwalbacher Bürgermeister Alexander Immisch (SPD) wegen des Verdachts der Untreue.

          Geben Sie auf sich acht,

          Ihr Helmut Schwan

          Das Wetter für Freitag

          Nach einer Nacht mit vereinzelten Regenschauern erwarten die Wetterkundler in der Region einen Tag, an dem sich Sonne und Wolken abwechseln, sogar Gewitter seien möglich. Die Temperatur steigt bis auf 19 Grad. Am Samstag ändere sich wenig, heißt es.

          Geburtstag haben

          Am Freitag:

          Klaus Schöffling, Verleger, Initiator des Vereins „Frankfurt liest ein Buch" (67); Christa Gabriel (SPD), von 2016 bis März 2021 Stadtverordnetenvorsteherin in Wiesbaden (61); Karl Hans Arnold, Mitglied im Aufsichtsrat der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH (59); Oliver Schlecht, Geschäftsführer des Verlags der Autoren, Frankfurt (58); Alexander Jehn, Direktor der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden (56); Ralf Kiesslich, Ärztlicher Direktor der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken, Wiesbaden (51).

          Am Samstag:

          Bernd Witzel (UWG), ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bad Nauheim (75); Volker Remmele, Vorstandsvorsitzender der Kerckhoff-Stiftung, Bad Nauheim (71); Franz-Olaf Kallerhoff, Deutschland-Chef des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, Schwalbach am Taunus (58); Stefan Jökel, Geschäftsführer des Bauunternehmens Jökel, Schlüchtern (46).

          Am Sonntag:

          Detlev Reymann, von 2009 bis Dezember 2020 Präsident der Hochschule RheinMain, Wiesbaden (64); Oswin Veith (CDU), Vorstand der Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG, früheres Mitglied des Deutschen Bundestags (Wahlkreis Wetterau I) (60); Wolfgang Heyl, Geschäftsführer des Bürgerhospitals und des Clementine Kinderhospitals, Frankfurt (57); Anja Gockel, Mainzer Modedesignerin (53); Michael Ruiss, Verleger, Herausgeber der Rhein-Main-Ausgabe des Top Magazins, Frankfurt (43).

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