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Vier weitere Todesfälle : Abermals einstelliger Anstieg der bestätigen Corona-Fälle

Eingespannt: Testzentren haben in der Coronakrise mehr als genug zu tun, der Hinweis auf diesem Foto gilt dem Center in Fuldatal. Bild: dpa

In Hessen steigt die Zahl der Corona-Fälle weiter. Derzeit sind 3301 Patienten bestätigt. Der Anstieg fällt prozentual abermals geringer aus als in der Vorwoche. Es bleibt aber eine Frage.

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          Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Opfer zwischen Kassel und dem Odenwald ist über Nacht um vier auf 18 gestiegen. Dies meldet das Hessische Sozialministerium in seinem täglichen Bulletin. Wie es weiter heißt, sind derzeit in ganz Hessen 3301 Corona-Patienten bekannt. Das sind 201 mehr als am Montag. Dies entspricht einer Zunahme von 6,5 Prozent.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der prozentuale Anstieg liegt in etwa auf dem Niveau der beiden Vortage und fällt abermals deutlich geringer aus als in den vergangenen beiden Wochen. Seinerzeit war der Zuwachs in aller Regel zweistellig und betrug teils mehr als 40 Prozent binnen der Tagesfrist. 

          Verweis auf 14-Tage-Frist

          Ist die prozentuale Abnahme nun ein gutes Zeichen? Das Sozialministerium beteiligt sich nicht an Spekulationen dieser Art. Vielmehr verwies eine Sprecherin auf Aussagen von Minister Klose, um Ostern herum werde man mehr wissen. Gleichlautend hat sich gerade der Chef des federführenden Robert-Koch-Instituts geäußert, der sowohl vorsichtigen Optimismus erkennen lässt als auch vor leichtfertigem Verhalten warnt.

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          Die Sprecherin des Ministeriums verwies auf Aussagen von Virologen, es sei eine 14-Tage-Frist zu beachten. So lange blieben Patienten unter Corona-Verdacht auch in Quarantäne. Derzeit würden Infektionen gemeldet, die sich die Patienten vor Inkrafttreten der Kontaktsperre geholt hätten.

          Von Montag auf Dienstag ist die Zahl der bestätigten Fälle in Frankfurt von 352 auf 396 gestiegen. Dagegen meldet das benachbarte Offenbach nur 26. Den höchsten Anteil an Patienten unter 100.000 Einwohnern hat der Kreis Limburg-Weilburg mit 92,3 vor dem Schwalm-Eder-Kreis mit 88,9. Frankfurt kommt auf 52,3.

          Das Robert-Koch meldete zuvor mit Stand Mitternacht 3283 bestätigte Infektionen zwischen Kassel und dem Odenwald. Das waren 192 mehr, als vom Institut am Vortag gemeldet. Das Sozialministerium hatte für Montag 183 gemeldet.

          Erstmals ein Opfer in der Wetterau

          Für die Angaben aus Wiesbaden gilt allerdings der Stand 12 Uhr, wie eine Sprecherin der F.A.Z. erläuterte. Das Ministerium bezieht sich dabei nicht nur auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Vielmehr zieht es zusätzlich die Daten des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamts im Gesundheitswesen heran, das beim Regierungspräsidium in Gießen angesiedelt ist. Das Amt wiederum gibt Zahlen weiter, die die Gesundheitsämter in Hessen gemeldet haben. Und zwar auf elektronischem Wege. Dabei kann es zu Verzögerungen kommen. So hatte das Robert-Koch-Institut am Wochenende mitgeteilt, aus Hessen keine neue Daten bezogen zu haben.

          Die Todesfälle verteilen sich wie folgt: Jeweils ein Opfer haben die Kreis Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Fulda, Main-Kinzig, Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Wetterau, die zuvor keinen Toten gemeldet hatte, sowie die Stadt Offenbach zu beklagen. Zwei Todesfälle gibt es nun im Main-Taunus-Kreis, ein Zuwachs von einem. Je drei Tote beklagen Frankfurt (plus einen) und der Kreis Offenbach. Wiesbaden betrauert zwei Opfer.

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