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Schüler freiwillig geimpft : „So kann ich mich freier bewegen“

  • -Aktualisiert am

Aufgeklärt: Zwei Schülerinnen lauschen an ihrer Schule in Bad Schwalbach einer Impfärztin Bild: Frank Röth

In einer Gesamtschule lassen sich zahlreiche Jugendliche eine Spritze gegen Corona geben. Dabei steht die Angst vor Covid-19 weniger im Vordergrund als die eine oder andere praktische Erwägung.

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          David hockt auf einem kleinen blauen Stuhl, ihm gegenüber sitzt Ärztin Kerstin Hoffmann. „Geht es dir gut? Hast du irgendwelche Sorgen oder Ängste?“, fragt sie den Schüler. David verneint. „Wenn dein Herz schneller schlägt oder stolpert, hörst du sofort auf, Sport zu machen“, sagt sie zu dem Achtzehnjährigen. David nickt. Dann tritt Hildburg Wagner-Schipp in Aktion und David hat ruck-zuck eine Spritze im Oberarm. Damit ist der Oberstufenschüler erstmals gegen Corona geimpft. Hoffmann und Wagner-Schipp lächeln den jungen Mann an. „Geht’s dir gut, Junge?“, fragt Arzthelferin Wagner-Schipp burschikos nach ihrer routiniert gesetzten Spritze. Als David wieder nickt, bekommt er ein Pflaster in Form eines Smileys auf den Arm geklebt. Dann ist der Nächste dran.

          Es ist Freitagmittag und in der Bad Schwalbacher Nikolaus-August-Otto-Schule können sich Schüler und ihre Eltern gegen Covid-19 impfen lassen. Die Gesamtschule ist eine von vier Schulen im Rheingau-Taunus-Kreis, die das Angebot eines mobilen Impfteams angenommen haben. Schulleiterin Kirsten Klug macht aus ihrer Einstellung, dass sich möglichst alle Schüler impfen lassen sollten, keinen Hehl. „Jeder, der sich impfen lässt, ist ein Gewinn“, sagt die Lehrerin, an deren Schule insgesamt etwa 1250 Kinder und Jugendliche von 110 Lehrern unterrichtet werden. Genaue Zahlen hat Klug aufgrund des Datenschutzes nicht, aber sie geht davon aus, dass insbesondere in der Oberstufe schon ein großer Teil der Schüler gegen das Virus immunisiert wurde. In der Mittelstufe, so gibt sie im Gespräch zu, sei das noch anders. Von den Lehrern, da ist sie sicher, sind fast alle geimpft.

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