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Neues Biontech-Werk in Marburg : Alle fünf Tage acht Millionen Impfdosen

Zutatenmischung: Eine Biontech-Mitarbeiterin in Marburg simuliert, wie Komponenten für die Impfstoffproduktion in einen Beutel gefüllt werden. Bild: Lucas Bäuml

Biontech hat in Mittelhessen eines der größten Impfstoffwerke der Welt in Betrieb genommen. Die Wochenproduktion passt in einen Kofferraum. Ein Besuch bei den Machern des Impfstoffs.

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          Eine Mischung aus Waschmaschine und Großküchenmixer, so sieht der Apparat aus, der bald Menschen vor der Intensivstation und dem Tod bewahren soll. Außen polierter Stahl, innen ein weißer Plastikbeutel – wären da nicht die milchigen Schläuche und die Laborarbeiter in blauen Hygieneraum-Anzügen, man könnte den Bioreaktor fast übersehen, dabei ist er der Kern des neuen Biontech-Werks in Marburg.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Jährlich bis zu eine Milliarde Dosen des Covid-19-Impfstoffs will das Werk mit Hilfe der Bioreaktoren einmal produzieren, wenn es vollständig angelaufen ist, vor einer Woche hat es die Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde erhalten. Eine Milliarde – genug, um alle Bürger der Europäischen Union zweimal zu impfen. Das hieße, dass dann die Hälfte der gesamten Impfstoffproduktion, die Biontech und Pfizer für den weltweiten Kampf gegen Covid-19 zugesagt haben, aus einem umwaldeten Tal im Nordosten Marburgs kommen wird. Das Werk wäre damit einer der weltweit größten Produktionsstätten für die neuartigen Impfstoffe mit Messenger-RNA.

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