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Corona-Pandemie in Frankfurt : Quarantäne-Plätze für Flüchtlinge und Obdachlose gesucht

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Am Rande der Gesellschaft: Ein Obdachloser in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs. Bild: dpa

Ohne Heim und ohne Schutz: In Zeiten von Corona sucht Frankfurt dringend nach Unterkünften für Obdachlose und Flüchtlinge. Dabei geht es auch darum, Verdachtsfälle und Infizierte möglichst schnell zu isolieren.

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          Die Stadt Frankfurt sucht derzeit Gebäude, in denen Obdachlose und Flüchtlinge untergebracht werden können, bei denen der Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Nach Angaben der Sprecherin des Sozialdezernats hat man derzeit drei Gebäude im Blick. Dort sollen jedoch nur Flüchtlinge untergebracht werden, die in den Sammelunterkünften, in denen sie sich derzeit befinden, keine eigenen sanitären Anlagen haben.

          Derweil werden in der Corona-Krise immer mehr Forderungen laut, Obdachlose in Unterkünften unterzubringen. So wurde im Rahmen der Initiative „#wirvsvirus Hakathons“ die Bundesregierung unter anderem angeregt, Züge als Notunterkünfte für Obdachlose einzurichten. Aktivisten traten mit einem entsprechenden Vorschlag am Montag an die Stadt Frankfurt heran. Laut der Sprecherin steht die Sozialdezernentin dem Vorschlag jedoch skeptisch gegenüber. „Wir halten den Weg, die Menschen separat unterzubringen, für sinnvoller“, sagte die Sprecherin. Sie bezweifelte, dass in den Zügen angemessene hygienische Zustände gewährleistet werden können.

          Derweil haben im Zuge der Corona-Kise bereits viele obdachlose Osteuropäer die Stadt Frankfurt verlassen. Das Team des Kältebus, eine Einrichtung des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten, das nachts Obdachlose aufsucht, zählte am 5. März noch 298 Personen. In der Nacht auf Montag waren es 181 Menschen. Zwischenzeitlich war die Zahl auf 163 Personen runtergegangen.

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