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Analyse von Corona-Daten : Patienten lügen, Zahlen täuschen

Hoch spezialisierte Arbeit: Krankenpflegerin mit Corona-Patienten auf der Intensivstation des Frankfurter Universitätsklinikums Bild: Lucas Bäuml

Auch geimpfte Patienten landen auf den Corona-Intensivstationen. Das war statistisch zu erwarten, sagen Ärzte. Ein genauer Blick auf die Daten lohnt.

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          Auf den Intensivstationen liegen längst nicht mehr nur ungeimpfte Patienten. Darauf weisen Impfgegner immer wieder gerne hin – und interpretieren die Daten falsch, wie Epidemiologen und Ärzte sagen. Denn die Statistik lässt genau das erwarten.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Dass die Corona-Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf schützt, davon ist Oberarzt Daniel Bock überzeugt. Nicht nur weil er die Datenlage genau studiert hat, sondern weil er seit zwei Jahren auf der Covid-Intensivstation des Klinikums Höchst arbeitet. Geimpfte, die sein Team und er in den vergangenen Monaten auf der Corona-Intensivstation behandelt hätten, seien in den allermeisten Fällen schwer vorerkrankt gewesen, hätten besonders oft unter Blutkrebs gelitten, berichtet er. Auch sei die Datenlage, wenn man es ganz genau nehme, nicht zu hundert Prozent korrekt. Ärzte des Klinikums Höchst bestätigen, was Mediziner anderer Häuser in der Vergangenheit angedeutet hatten: Manch ein Patienten sage, gefragt nach dem Impfstatus, die Unwahrheit, stellt Bock fest.

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