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Stellenabbau in Autobranche : Continental vertagt das Aus für Werk in Karben

Mehr Zeit für Karben: Der Continental-Konzern hatte ursprünglich angekündigt, allein in Hessen mehr als 4000 Stellen abzubauen. Bild: Lando Hass

Die Beschäftigten des Autozulieferers Conti in Karben bekommen zwei Jahre mehr Zeit: Der Konzern will den Standort später schließen. Und: Es soll nicht alles verschwinden.

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          Der Autozulieferer-Konzern Continental will die Bedienelemente-Produktion in Karben doch erst 2025 einstellen, zwei Jahre später als ursprünglich vorgesehen. Das teilte die Gewerkschaft IG Metall nach Verhandlungen mit dem Management mit. Zudem soll am Standort eine Kleinserien-Produktion „Engineering Services“ mit 187 Stellen dauerhaft erhalten bleiben. Conti hatte Stellenabbau und Werksschließungen in mehreren hessischen Standorten angekündigt, war aber nach Protesten und Verhandlungen davon zumindest teilweise abgerückt.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Für 300 der insgesamt 1100 Beschäftigten ist ein Alterszeitprogramm vorgesehen, für ähnlich viele Mitarbeiter wird es Abfindungsangebote geben und eine Beschäftigungsgesellschaft eingerichtet werden, wie der IG-Metall-Bevollmächtigte Michael Erhardt erläuterte. Bis Ende 2023 sollen in der Produktion mindestens 150Mitarbeiter beschäftigt bleiben. Er hoffe, dass diese danach von „Engineering Services“ teilweise übernommen werden könnten, sagte Erhardt. Die Stellen der knapp 300 Leiharbeiter und befristet Beschäftigten seien nicht zu retten, für sie werde aber ein „Soli-Fonds“ eingerichtet, dieser sei bundesweit einmalig.

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