https://www.faz.net/-gzg-9isjz

„Zukunftsoffensive“ : Continental baut in Karben gut ein Zehntel der Stellen ab

Muss Federn lassen: Contitech-Werk in Karben Bild: Firma

Der Autozulieferer Continental wird am Standort Karben in der Wetterau in den nächsten fünf Jahren rund 90 Stellen abbauen. Gleichzeitig verlagert die Firma aber auch Arbeit dorthin und investiert.

          1 Min.

          Der Autozulieferer Continental wird am Standort Karben in der Wetterau in den nächsten fünf Jahren rund 90 Stellen abbauen. Gleichzeitig verlagert die Firma aber auch Arbeit dorthin. Das sieht die sogenannte Zukunftsoffensive vor, über die das Unternehmen berichtet. Ziel sei es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. „Dafür hat es sich mit dem Betriebsrat und den Tarifvertragsparteien auf ein Eckpunktepapier verständigt“, heißt es in der Mitteilung. Das Werk zählt derzeit 760 Mitarbeiter.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Demnach will Continental in sein Werk für Schlauchleitungen in den nächsten Jahren 14 Millionen Euro stecken. Das Geld soll in neue Maschinen und Anlagen fließen. „Zudem werden weitere Zentral- und Organisationsfunktionen an den Hauptsitz des Geschäftsbereichs für Schlauchleitungen nach Karben verlagert“, lässt die Firma wissen. Der Standort müsse den Anforderungen an die zunehmend automatisierten und vernetzten Produktionsanlagen gerecht werden.

          Stufenweiser Abbau

          Die Arbeitsplätze will Continental in Blöcken abbauen. 88 Stellen sollen bis 2023 stufenweise gestrichen werden, wie es heißt, größtenteils, indem freiwerdende Stellen nach der Verrentung nicht wiederbesetzt werden. 50 Stellen davon sollen auf freiwilliger Basis gehen. Die Rede ist von einem sozialverträglichen Abbau.

          Im Gegenzug will Continental auch Nachwuchs für den Standort sichern, aber  im Vergleich zum Stellenabbau in deutlich geringerem Umfang: 20 Lehrlinge und Fachkräfte aus dualen Studiengängen wolle der Standort übernehmen. Und neben den bisherigen Berufsbildern wird das Werk künftig verstärkt auch in anspruchsvolleren Berufen wie beispielsweise Mechatroniker ausbilden.

          2014 hatte das Unternehmen schon einen Standortsicherungsvertrag für das benachbarte Automotive-Werk vorgestellt. Diese Übereinkunft mit der IG Metall sah unter anderem Mehrarbeit ohne Lohnausgleich vor.

          Weitere Themen

          Schlagabtausch ohne Bouffier

          Corona-Sondersitzung : Schlagabtausch ohne Bouffier

          Bei einer Sondersitzung des Hessischen Landtages kritisiert die Opposition die Landesregierung. Sie habe Hessen nicht auf die zweite Welle vorbereitet. Auch die Form der Kommunikation mit der Bevölkerung steht in der Kritik.

          „Querdenker“-Demonstration in Darmstadt

          350 Teilnehmer : „Querdenker“-Demonstration in Darmstadt

          Am Samstagnachmittag haben rund 350 Menschen gegen die verschärften Corona-Regeln in Darmstadt demonstriert. Redner griffen Medien und Gesundheitsminister Jens Spahn scharf an. Zahlreiche Teilnehmer trugen keine Masken.

          Topmeldungen

          Präsident Donald Trump am 10. Oktober auf dem Balkon des Weißen Hauses

          Druck auf Impfstoff-Hersteller : Trump im Nacken

          Der amerikanische Impfstoffhersteller Pfizer steht bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff an vorderster Front. Konzernchef Bourla spürt viel Druck aus dem Weißen Haus, vor der Wahl gute Nachrichten zu liefern.
          Biden-Unterstützerin bei einer Rally in der Kleinstadt Boca Raton, Florida

          Wählergruppe der Suburban Moms : Was Vorstadtmütter wirklich wollen

          Weiße Frauen der oberen Mittelschicht sind in Amerika eine umkämpfte Wählergruppe. Aber Donald Trumps Vorstellung einer Mutter aus der Vorstadt stammt aus den Fünfzigern – das könnte ihn diese wichtigen Stimmen kosten.

          Zum Tod des Schauspielers : Der höfliche Mister Connery

          Sean Connery wirkte dank seines Körpers rauh und barbarisch, doch er konnte auch zivilisiert auftreten. Um zu überzeugen, musste er stets nur er selbst sein. Mit 90 Jahren ist er nun gestorben.
          Unbedrängt bis vor das Kölner Tor: Münchens Serge Gnabry hat es leicht.

          Fußball-Bundesliga : Der FC Bayern macht, was er will

          Auch ohne Starstürmer Robert Lewandowski ist der FC Bayern derzeit nicht aufzuhalten. In Köln gibt es die nächsten drei Punkte – auch weil dem Gegner teilweise haarsträubende Fehler unterlaufen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.