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Chor und Corona : Zoom-Proben und Abstands-Singen

Weit weg: Das Rhein-Main-Ensemble unter der Leitung von Jonathan Hoffmann probt in der Mainzer Sankt-Franziskus-Kirche. Bild: Andreas Schroeder/pandaimonion

Die Corona-Krise hat die Chöre im Rhein-Main-Gebiet hart getroffen. Und vor die Aufgabe gestellt, trotz strenger Vorgaben nicht aus der Übung zu kommen.

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          Zeitweilig habe er als hauptberuflicher Chorleiter Existenzängste gehabt, gibt Jonathan Hofmann offen zu. Dann aber habe die arbeitsintensivste Zeit seines Lebens begonnen, in der er die Sänger seiner drei Chöre, der Jungen Kantorei, des Rhein-Main-Ensembles und des Hofheimer Soundwerks, so gut wie nie zuvor kennengelernt und überhaupt „unglaublich viel gelernt“ habe.

          Guido Holze
          (gui.), Rhein-Main-Zeitung

          Die demnach nicht inhaltsleeren Monate der Corona-Krise teilt Hofmann rückblickend in drei Phasen ein. Der Lockdown sei zunächst schockierend und mit bitteren Konzertabsagen verbunden gewesen. So musste die mit Teilchören in Frankfurt, Marburg und Heidelberg beheimatete Junge Kantorei, die Hofmann 2013 vom Gründerleiter Joachim Carlos Martini übernommen hatte, eine von langer Hand als Großprojekt mit zwei Regisseuren und Raumkonzept geplante szenische Aufführung der Matthäuspassion Bachs absagen und somit auch die schon verpflichteten Gesangssolisten ausladen. Die sich lediglich aus privaten Mittel finanzierende Kantorei habe intern Spenden gesammelt, um den Künstler wenigstens kleine Ausfallhonorare zahlen zu können, berichtet Hofmann.

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