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Ärger nach Dalai-Lama-Besuch : Frankfurt wartet vergeblich auf Einladung aus China

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Ohne Einladung aus China keine Reise in der Partnerstadt Guangzhou: Stephan Siegler (CDU), Stadtverordnetenvorsteher von Frankfurt am Main Bild: Patrick Slesiona

Weil die Stadt Frankfurt im Juli den Dalai Lama empfangen hat, kann eine Delegation nun nicht in die chinesische Partnerstadt Gungzhou reisen. China habe keine Einladung ausgesprochen.

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          Eine seit langem geplante Reise des Frankfurter Parlaments in die chinesische Partnerstadt Guangzhou ist auf den letzten Drücker geplatzt. China habe trotz anderslautender Absprachen als Reaktion auf den Empfang des Dalai Lama der Delegation keine Einladung ausgesprochen, sagte Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler (CDU). Ohne eine entsprechende Einladung aber wollten und könnten die Fraktionsvorsitzenden und Vorsteher der Stadt nicht nach Fernost reisen.

          „Für uns war der Empfang des Dalai Lama am 13. Juli eine Respektsbekundung vor der Religion - er war kein Affront gegen China“, sagte Siegler. Das Land sei nach wie vor ein „sehr wichtiger Partner“. Siegler hatte nach eigener Darstellung den für die Herbstferien vorgesehenen parlamentarischen Austausch mit dem chinesischen Generalkonsul Jianquan Liang vereinbart.

          Hessen indes hatte im Sommer den von China verfemten Dalai Lama zu dessen 80. Geburtstag offiziell empfangen. Dabei besuchte das geistliche Oberhaupt der Tibeter auch Frankfurt. Guangzhou, Hauptstadt der Provinz Guangdon, ist seit 1988 Partnerstadt von Frankfurt.

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