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CDU-Parteivorsitz : Bouffier und Koch sind sich uneins

Roland Koch (links) und Volker Bouffier Bild: dpa

In der Frage nach dem künftigen Chef der Bundespartei teilt sich der hessische Landesverband der Union in zwei Hälften. Volker Bouffier präferiert Armin Laschet, Roland Koch hat einen anderen Favoriten.

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          Die Frage nach dem künftigen Bundesvorsitzenden der CDU hat am Freitagabend im Landesvorstand der hessischen CDU nach Informationen der F.A.Z. zu Meinungsverschiedenheiten geführt. Während der Parteichef, Ministerpräsident Volker Bouffier, erkennen ließ, dass er den nordrhein-westfälischen Regierungschef Laschet präferiert, sprach sein Vorgänger Roland Koch sich explizit für Friedrich Merz aus.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Koch hatte schon öffentlich für Merz votiert, als dieser sich 2018 um das Führungsamt der Bundespartei beworben hatte. Auch in der Versammlung der hessischen Delegierten am Vorabend der entscheidenden Abstimmung auf dem Hamburger Parteitag hatte Koch für den Sauerländer geworben.

          Von Bouffier wusste man, dass er sich Annegret Kramp-Karrenbauer an der Parteispitze wünschte. Aber schon damals unterließ er es, offensiv für sie einzutreten. So verfährt er auch jetzt. Der Hesse, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender ist, meidet Talk-Shows und greift nicht in die Debatte ein.

          In der Sitzung des Landesvorstands, der am frühen Abend im Wiesbadener Landtag zusammenkam, war es denn auch Koch, der die Personalie thematisierte. Bouffier machte dem Vernehmen nach Vorbehalte gegenüber einer Wahl von Merz geltend.

          Berichte, der Parteichef habe zunächst ein Votum zugunsten von Laschet herbeiführen wollen, darauf aber verzichtet, als sich eine knappe Mehrheit für Merz abgezeichnet habe, wiesen mehrere Teilnehmer der Sitzung übereinstimmend zurück. Es sei vereinbart worden, dass der Vorstand sich mit den strategischen Aspekten der Personalentscheidung noch einmal befassen werde, hieß es. Aber eine Empfehlung soll es nicht geben.

          Von den zirka 40 Mitgliedern des hessischen CDU-Landesvorstands steht etwa eine Hälfte auf Laschets Seite, die andere will Merz. Ungefähr so wird auch die Stimmung unter den 88 hessischen Delegierten eingeschätzt, die am 25. April über den neuen CDU-Vorsitz entscheiden werden. Insgesamt kommen in Berlin 1001 stimmberechtigte Parteimitglieder zusammen.

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