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Energiewende in Hessen : CDU-Abgeordneter sieht „Kniefall vor Windradlobby“

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CDU-Bundestagsabgeordneter wirft ihm „Kniefall vor der Windkraftlobby“ vor: Tarek Al-Wazir Bild: dpa

Hessens Wirtschaftsminister Al-Wazir verteidigt den Ausbau der Windkraft in Hessen - mit Unterstützung der CDU im Landtag. Nun wirft ihm ein CDU-Bundestagsabgeordneter aus Nordhessen einen „Kniefall vor Windradlobby“ vor.

          Einen „Kniefall vor der Windradlobby“ hat der nordhessische CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich der unionsgeführten Landesregierung vorgeworfen. Wer die Windkraft im ländlichen Raum verdreifachen wolle, handle auf Kosten der Bürger in den ländlichen Räumen, kritisierte Heiderich am Mittwoch.

          Hessens Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hatte am Dienstag im Landtag angekündigt, dass die Windkraftleistung in den kommenden fünf Jahren im Land fast verdreifacht werden soll. Dafür hat er viel Zuspruch vom Koalitionspartner erfahren, aber auch von SPD und Linkspartei. Nur die FDP kritisierte die Rede.

          Für die Windenergie in Hessen müssten im bundesweiten Vergleich die Steuerzahler die höchsten Subventionen aufbringen, so Heiderich. Der Politiker, der die Kreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner im Bundestag vertritt, sieht sich mit seiner Kritik in der hessischen CDU nicht allein.

          CDU-Generalsekretär: „Einzelmeinung“

          Er habe in einem Brief an CDU-Regierungschef Volker Bouffier darum gebeten, die Bürger ähnlich wie in Bayern an der Planung zu beteiligen, sagte Heiderich der Nachrichtenagentur dpa. Derzeit hätten die Bürger beim Bau von Windrädern „null Rechte“.

          Die Hessen-Union wies die Kritik als „Einzelmeinung“ zurück. „Es gilt der Koalitionsvertrag“, sagte CDU-Generalsekretär Manfred Pentz auf Anfrage. Schwarz-Grün will auf zwei Prozent der Landesfläche Windräder bauen. Der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromsektor soll bis 2019 auf 25 Prozent verdoppelt werden.

          Pentz verkenne den Widerstand im Land und in seiner Partei gegen die Windkraft, erklärte die FDP. Es sei geradezu absurd, dass alle CDU-Abgeordneten, die im Landtagswahlkampf gegen Windräder waren, jetzt zu 100 Prozent umgeschwenkt seien.

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