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Endergebnis der Kommunalwahl : CDU bleibt ganz knapp stärkste Kraft in Hessen

Tapetenwechsel: Wahlhelfer beim Auswerten von Wahlscheine von Briefwählern in Frankfurt Bild: dpa

Die Stimmzettel sind nun auch in den Großstädten ausgezählt. Demnach bleibt die CDU in Hessen die stärkste politische Kraft. Aber nur mit einem knappen Vorsprung. Die AfD ist aus dem Stand Dritter.

          Die Stimmzettel sind nun auch in den Großstädten ausgezählt. Besonders in Frankfurt, das den größten Wahlzettel der Republik geliefert hatte, war das kompliziert. Doch liegen dem Statistischen Landesamt alle Ergebnisse vor. Demnach bleibt die CDU in Hessen die stärkste politische Kraft. Aber nur mit knappen Vorsprung vor den Sozialdemokraten. Zudem hat sie wie SPD, Grüne und Freie Wähler an Boden eingebüßt. Die Alternative für Deutschland (AfD) hat es aus dem Stand auf den dritten Rang geschafft.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie die Behörde am Mittwochabend meldet, kommen die Christlichen Demokraten nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis in den kreisfreien Städten und Landkreisen auf 28,9 Prozent. Im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2011 ist das ein Minus von 4,8 Prozentpunkten und das schlechteste Ergebnis seit 1960, wie die Statistiker ermittelt haben.

          Freie Wähler knapp behauptet

          Die SPD vereinigte am Sonntag 28,5 Prozent und damit glatt drei Punkte weniger als vor fünf Jahren; schwächer schnitt sie noch nie auf Landesebene ab. Die Grünen sackten von 18,3 Prozent auf 11,3 Prozent ab. Zwischen beiden Parteien haben die Wähler die rechtspopulistische Alternative für Deutschland platziert. Die AfD hat es in den kreisfreien Städten und 20 von 21 Landkreisen auf 11,9 Prozent gebracht.

          Die Freien Demokraten legten um 2,5 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent zu, die Linke und die Linke Liste vereinigten 4,5 Prozent auf sich. Das sind 1,2 Punkte mehr als vor fünf Jahren. Die Freien Wähler verloren - trotz erheblicher Gewinne in manchen Orten - 0,3 Prozent auf 5,4 Prozent.

          Die Wahlbeteiligung stieg gegenüber 2011 geringfügig um 0,3 Prozentpunkte auf 48,0 Prozent. Die bislang niedrigste Wahlbeteiligung gab es im Jahr 2006 mit 45,8 Prozent.

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