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Campus Bockenheim : Roma-Vertreter regt Wohnprojekt in Frankfurt an

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„Mir kann niemand erzählen, dass es unmöglich ist, in Frankfurt ein solches Projekt zu realisieren“: Joachim Brenner, Geschäftsführer des Roma-Fördervereins Bild: Patrick Slesiona

In Frankfurt-Bockenheim sollte es Wohnraum für notleidende Sinti und Roma geben. Das fordert der Förderverein Roma. Die Gefahr, dass solche Angebote noch mehr arme Einwanderer anzögen, sieht er nicht.

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          Geht es nach dem Förderverein Roma, wird es auf dem geplanten Kulturcampus im Frankfurter Stadtteil Bockenheim Wohnraum für 80 bis 100 notleidende Sinti und Roma geben. Sein Verein arbeite an einem Konzept und werde sich damit bei der städtischen Wohnbau-Holding ABG bewerben, die das Gelände entwickelt, sagte Joachim Brenner, Geschäftsführer des Frankfurter Vereins, im Gespräch mit der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Verein orientiert sich an einem Projekt in Berlin. Dort sei es gelungen, Roma-Familien aus Bulgarien und Rumänien renovierte Wohnungen zur Verfügung zu stellen und sie mit Sozialarbeit zu begleiten. „Mir kann niemand erzählen, dass es unmöglich ist, in Frankfurt ein solches Projekt zu realisieren“, sagte Brenner. Die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen sei eine Frage von Prioritäten. Er sehe zudem die Chance, dass die EU ein solches Vorhaben unterstützen könnte.

          Die Gefahr, dass solche Angebote noch mehr arme Einwanderer aus Südosteuropa anzögen, sieht Brenner nicht. „Selbst die schlechteste Sozialpolitik wird nicht verhindern, dass Roma hierherkommen.“ Von einem Ansturm auf das deutsche Sozialsystem könne ohnehin nicht die Rede sein. Solche Befürchtungen seien „konstruierte Szenarien“.

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