https://www.faz.net/-gzg-9ctqd

Zu spät zum Dienst : Übergriff auf zwei Soldaten erfunden

  • Aktualisiert am

Angst vor Verspätung: Zwei Bundeswehrsoldaten sollen Angriff durch Migranten erfunden haben. Bild: dpa

Zwei Bundeswehrsoldaten sollen von Migranten wegen ihrer Uniform angegriffen worden sein. Doch Ermittlungen haben ergeben: Der Vorfall hat nie stattgefunden.

          Der Übergriff in Bad Hersfeld auf zwei Bundeswehrsoldaten hat nicht stattgefunden. Das haben die Ermittlungen des osthessischen Staatsschutzkommissariats ergeben, wie die Polizei gegenüber FAZ.NET bestätigte. Demnach hätten die beiden Armeeangehörigen die Straftat vorgetäuscht, da sie wegen eines Verkehrsaufkommens im Begriff waren, zu spät zum Dienst zu erscheinen.

          Die jungen Männer befürchteten disziplinarische Maßnahmen und kamen auf danach auf die Idee, einen Übergriff zu inszenieren. Dabei sollen die Soldaten sich gegenseitig die Verletzungen zugefügt haben. Nun müssen sich die beiden jungen Männer wegen Vortäuschen einer Straftat verantworten.

          Wie bereits berichtet, hatten die Soldaten angegeben, uniformiert auf dem Weg zum Dienst gewesen zu sein. Sie seien in der Innenstadt von Bad Hersfeld von drei Männern als „Nazi“, „Kindermörder“ und „Hurensohn“ beschimpft und anschließend angegriffen worden. Die Beschreibung der fiktiven Täter deutete auf einen Migrationshintergrund hin.

          Weitere Themen

          IS beansprucht Anschläge für sich Video-Seite öffnen

          Sri Lanka : IS beansprucht Anschläge für sich

          Über die Nachrichtenagentur Amaq veröffentlichte der IS ein Video, in dem die mutmaßlichen Attentäter zu sehen sein sollen. Ihr Motiv sei nach ersten Ermittlungen eine Vergeltung für die Attentate auf zwei Moscheen in Neuseeland.

          Topmeldungen

          Lars und Meike Schlecker im Jahr 2011 vor der damaligen Unternehmenszentrale der Schlecker-Kette in Ehingen.

          Revision abgelehnt : Schlecker-Kinder müssen ins Gefängnis

          Zwei Jahre und sieben Monate müssen die Kinder des Drogeriekönigs Anton Schlecker einsitzen – ohne Bewährung. Daran konnte jetzt auch ein Antrag auf Revision nicht mehr rütteln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.