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Bundespräsidentenkandidat Trabert : „Problematischer, in Mossul als Arzt zu agieren als im Schloss Bellevue“

Gerhard Trabert (links) zu seiner Nominierung für die Wahl des Bundespräsidenten: „Das ist eine Möglichkeit, auf die Themen, die mir so am Herzen liegen, aufmerksam zu machen.“ Bild: Nerea Lakuntza

Die Linke hat Gerhard Trabert für die Wahl zum Bundespräsidenten nominiert. Im Interview spricht der Sozialmediziner über soziale Ungleichheit, eine möglich politische Karriere und sein Bekenntnis zur Parteilosigkeit.

          5 Min.

          Gerhard Trabert ist von der Linken für die Wahl des Bundespräsidenten nominiert worden. Der 65 Jahre alte Sozialmediziner, der eine Professur an der Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim innehat, hatte sich bereits im September als parteiloser Kandidat der Linken um ein Mandat für den Bundestag bemüht.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
          Markus Schug
          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Der geschiedene Vater einer Tochter und dreier Söhne ist in Mainz als „Obdachlosenarzt“ bekannt. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert sucht er sozial benachteiligte Menschen vor Ort mit dem Arztmobil auf, er hat rund um dieses Engagement den Verein Armut und Gesundheit in Deutschland aufgebaut. Zudem ist er Initiator von Flüsterpost, einer Anlaufstelle für Kinder krebskranker Eltern. Darüberhinaus ist er international bei vielen Hilfsprojekten engagiert und war in den vergangenen Jahren beispielsweise hilft in Nordsyrien, Afghanistan oder zuletzt im Mittelmer und im Camp Moria auf Lesbos tätig. Trabert wurde vielfach für sein Wirken ausgezeichnet. 2004 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Zuletzt wurde er zum Hochschullehrer des Jahres gekürt und im Oktober erhielt er den Mainzer Medienpreis.

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