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Bund der Steuerzahler : Kritik an Bouffiers „Gesellschaftsjagd“

  • -Aktualisiert am

Hessische Tradition: Die Gesellschaftsjagd, unter anderem mit Politikern, Vertretern von Jagdvereinen und Naturschutzverbänden (Symbolbild) Bild: dpa

Der Bund der Steuerzahler fordert von Ministerpräsident Volker Bouffier, die Gesellschaftsjagd im Forst von Groß-Gerau abzusagen. Die Staatskanzlei erklärte, die Jagd mit anschließendem Festessen sei eine hessische Tradition.

          Der Bund der Steuerzahler hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) aufgefordert, die von ihm für den 4. November geplante „Gesellschaftsjagd“ im Forst von Groß-Gerau abzusagen. Einen „elitären Personenkreis“ auf Kosten der Steuerzahler zu einer solchen Versammlung einzuladen sei in Zeiten der Schuldenbremse „nicht gerade ein Zeichen von Fingerspitzengefühl“.

          Ralf Euler

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Kosten für die Jagd, zu der der Regierungschef 120 Gäste eingeladen hat, sowie für ein anschließendes Festessen im Schlosshotel Kronberg betragen nach Angaben von Umweltministerin Priska Hinz (Die Grünen) zusammen rund 22.000 Euro. Ein Großteil der 16.000 Euro für die Jagd fließe durch den Verkauf des erlegten Wildes wieder in die Staatskasse. Die Staatskanzlei wies darauf hin, dass die „Gesellschaftsjagd“ mit Politikern, Vertretern von Jagdvereinen, Naturschutzverbänden sowie Land- und Forstwirtschaft eine hessische Tradition sei.

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