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Fachkräftemangel in Frankfurt : Mikro-Apartments für das Gastgewerbe

Blick auf die Bürostadt: 375 möblierte Apartments entstehen hinter der denkmalgeschützten Fassade eines Bürogebäudes in Niederrad. Sie sollen zu Preisen von 590 Euro an vermietet werden. Bild: Michael Braunschädel

Die Hotels in Frankfurt leiden unter Fachkräftemangel – auch, weil die Mitarbeiter sich das Wohnen in einer Großstadt nicht leisten können. Ein Investor will jetzt in Frankfurt Abhilfe schaffen.

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          Mit einem Angebot an sogenannten Serviced Apartments, das sich zunächst ausschließlich an Arbeitgeber aus dem Hotel- und Gastgewerbe richtet, geht die Evan Group auf den Frankfurter Immobilienmarkt. Im Stadtteil Niederrad lässt sie dafür ein Bürogebäude mit denkmalgeschützter Fassade umbauen. In dem Haus, das im Sommer 2020 bezugsfertig sein soll, entstehen 375 möblierte Apartments. Sie werden zwischen knapp 19 und etwa 32 Quadratmeter groß sein und zu Preisen von 590 Euro an vermietet. Die Mieter sollen sie als Personalzimmer für ihre Mitarbeiter nutzen. Dafür gebe es großen Bedarf, sagten Vertreter von Evan gestern bei der Bekanntgabe einer Kooperation mit dem Kreisverband Frankfurt im hessischen Hotel- und Gastronomieverband.

          Jacqueline Vogt

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Gegenstand der Vereinbarung ist eine, wie es heißt, „gegenseitige Bevorzugung als preferred Partner“: Wollen Hotels, die Mitglieder im Verband sind, Mitarbeitern eines oder mehrere der Apartments zur Verfügung stellen, werden sie im Fall großer Nachfrage bevorzugt behandelt, auch in Fragen der organisatorischen Abwicklung. Projektname für das neue Konzept der Evan Group, einem institutionellen Eigentümer und Betreiber gewerblicher Immobilen, ist „Livinit“. Die Apartments in Niederrad werden Küchenzeilen und Bad haben und komplett ausgestattet sein bis hin zu Geschirr und Bettwäsche. Wer dort einziehe, könne mit zwei Koffern anreisen, sagte der Projektverantwortliche Ulrich Beckmann.

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