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Brückenturm in Frankfurt : „Man wird zumindest sehr vorsichtig“

Brücke, Turm, Fluss: Die Simulation des Brückenturms auf der Alten Brücke in Frankfurt. Bild: Mäckler

Nach dem vorläufigen Scheitern des Bauprojekts lässt der Bauverein die Zukunft des Brückenturms offen. Allein für die Planung des Turms sind mit der Zeit hohe Kosten entstanden.

          Der Frankfurter Brückenbauverein will auf einer Mitgliederversammlung entscheiden, wie es nach dem vorläufigen Scheitern des Brückenturm-Projekts weitergehen soll. Der Vereinsgründer, der Architekt Christoph Mäckler, sagte gestern, er wolle der Entscheidung der Mitglieder nicht vorgreifen. Mäckler will zunächst für sich persönlich klären, ob er sich weiter ehrenamtlich für die Stadt engagiert: „Man wird zumindest sehr vorsichtig. Man fragt sich schon, was das alles soll“, sagte er.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dem Architekten, der das Projekt seit zwölf Jahren geplant und bereits einen Bauantrag eingereicht hatte, sind Kosten in sechsstelliger Höhe entstanden. Er wirft der Politik eine „plötzliche Kehrtwende“ vor. Im Jahr 2000 hätten die Stadtverordneten noch einstimmig für den Brückenturm gestimmt. „Warum sollte ich einen Verein aufbauen und mir jede Menge Kosten aufbürden, wenn ich mir nicht sicher bin, dass die Koalition das will?“, fragte Mäckler, der seit Jahren nach einem Investor gesucht hat. Der Verein wollte den Turm mit seinem Museum, einem Restaurant und vier Wohnungen als gemeinnützige GmbH errichten und durch den Verkauf der Wohnungen refinanzieren.

          Weil die Grünen den Bau ablehnen, fehlt für das Projekt im Römer nun die Mehrheit. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael zu Löwenstein hatte am Donnerstag gesagt, er wolle das Projekt wieder aufgreifen, wenn sich eine Mehrheit dafür abzeichnet. In einer Koalition müsse ein Partner gelegentlich Dingen zustimmen, von denen er nicht ganz überzeugt sei. Es habe aber im Koalitionsvertrag keine Vereinbarung mit den Grünen zu diesem Thema gegeben. Löwenstein sagte weiter, es sei „höchst erfreulich, wenn sich ehrbare Mitbürger mit eigenem Geld und eigener Zeit für so etwas organisieren.“

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