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Offener Brief an Kardinal Marx : Die Wut der Katholiken wächst

  • -Aktualisiert am

Sieht sich Kritik aus den eigenen Reihen gegenüber: Reinhard Kardinal Marx Bild: dpa

Der offene Brief, der Missstände in der Kirche anprangert und Veränderung fordert, findet in Frankfurt viel Beifall. Die Skandale des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst haben die hiesigen Katholiken zusammengeschweißt.

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          Andrea Krawinkel hatte irgendwann zu viel und zu wenig: zu viel an Worten, zu wenig an Taten. Wie der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats von St. Marien in Frankfurt geht es seit Ende September vielen Katholiken in der Großstadt. „Es ist die Enttäuschung über die Missbrauchsstudie und dass da keine Konsequenzen draus gezogen werden“, sagt die 65 Jahre alte frühere Lehrerin.

          Was sie an der katholischen Kirche stört, hat sie eins zu eins in einem offenen Brief gefunden, den neun namhafte Theologen und Katholiken in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung an Kardinal Reinhard Marx gerichtet haben. Es geht darin, kurz gesagt, um den Zölibat, den Missbrauch, die Machtstruktur, sexuelle Tabus und die Rolle der Frau.

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