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Bomben über Darmstadt : Die Nacht, in der 11.000 Menschen starben

  • -Aktualisiert am

Abgeräumt: Blick vom Stadtschloss zum Langen Ludwig Bild: Stadtarchiv Darmstadt

Der 11. September 1944 ist in Darmstadt als Brandnacht in die Geschichte eingegangen. Bomben zerstörten die Stadt stärker als später Dresden. Heute wird daran erinnert.

          Selbst Bunker und Keller boten nur unzureichend Schutz, als sich in der Nacht vom 11. auf den 12. September 1944 ein Feuersturm über Darmstadt ausbreitete. „Entweder war die Hitze zu stark, oder die Menschen erstickten, weil das Feuer ihnen den Sauerstoff nahm“, sagt Peter Engels, Leiter des Stadtarchivs Darmstadt. Wer in jener Nacht, die als Darmstädter Brandnacht in die Stadtgeschichte einging, etwa in Kellern der Rheinstraße Schutz gesucht hatte, war verloren. „Dort hat niemand überlebt.“ In weniger als einer halben Stunde starben mehr als 11.000 Menschen. Es war der folgenreichste einer Reihe von Bombenangriffen, die Darmstadt im Zweiten Weltkrieg erlebt hat.

          Am heutigen Mittwoch jährt sich die Brandnacht zum 75. Mal. Die Stadt erinnert mit Kranzniederlegungen, einem Gedenkgottesdienst und Glockengeläut (siehe Kasten) an das Ereignis. Mit einer neu konzipierten Ausstellung zeichnet das Stadtarchiv die Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg nach. Zu sehen ist sie von heute an im Haus der Geschichte. Danach wird die als Wanderausstellung entwickelte Schau unter anderem in dem Stadtteil Wixhausen und dem Kongresszentrum Darmstadtium gezeigt.

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          Rundgang: Amerikanische Offiziere nehmen auf der Ludwigstraße die zerstörte Stadt und auch die Stadtkirche in Augenschein.

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          1943 erreicht der erste Großangriff Darmstadt: Bomben.

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          Termine zum Gedenken an die Brandnacht

          • Ausstellung „75 Jahre Brandnacht – Die Zerstörung Darmstadts im Zweiten Weltkrieg“ im Foyer des Darmstädter Hauses der Geschichte, Karolinenplatz 3, ist bis zum 25. Oktober zu sehen. Öffnungszeiten sind montags von 9 bis 19.30 Uhr, dienstags bis donnerstags von 9 bis 17.30 Uhr und freitags von 9 bis 15 Uhr. Außerdem ist die Schau am Sonntag von 12 bis 18 Uhr und am Wochenende, 28. und 29. September, zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Am 29. September bietet der Leiter des Stadtarchivs von 14 Uhr an eine Führung durch die Ausstellung an. Ferner werden Vorträge und weitere Führungen für Schulklassen und Gruppen angeboten. Informationen dazu gibt es unter: https://dablog.hypotheses.org/8641.
          • Das Gedenken beginnt heute mit einer Kranzniederlegung am Gräberfeld auf dem Waldfriedhof, Am Waldfriedhof 25. Für 18.30 Uhr ist ein ökumenischer Friedensgottesdienst in der Kirche St. Ludwig, Wilhelminenplatz 9, geplant. Im Anschluss soll gegen 19.30 Uhr am Mahnmal am Kapellplatz ein Kranz niedergelegt werden. Um 23.55 Uhr, der Zeitpunkt, als das Bombardement begann, werden die Glocken der Innenstadtkirchen läuten.
          • Für heute Abend ist ein Filmabend geplant. In der Centralstation werden die Filme „Brandmale“ sowie „Running with Mum – Der Weg meiner Mutter“ gezeigt. Der Eintritt ist frei. (sojo.)