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Brandanschläge auf Autos : Motive sind sehr unterschiedlich

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Verkohlte Überreste: Brandanschläge auf Autos nehmen in Hessen zu. (Symbolbild) Bild: Michael Braunschädel

Immer wieder gehen Autos in Hessen in Flammen auf. Zurück bleibt ein enormer Schaden und vom Täter fehlt jede Spur. Die Brandanschläge auf Autos nehmen zu.

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          Die steigende Zahl von Brandanschlägen auf Autos in Hessen ist nach Einschätzung des Landeskriminalamtes (LKA) nicht politisch motiviert. Die den Ermittlern bekannten Motive seien vielseitig und nicht einer bestimmten Täterklientel zuzuordnen, sagte ein Sprecher des LKA in Wiesbaden. Im Bereich der Brandstiftung auf Pkw seien viele, insbesondere persönliche Motive denkbar.

          Die Zahl der Brandanschläge hat deutlich zugenommen. Im vergangenen Jahr wurden laut LKA 158 Fälle erfasst. Im Vorjahr waren es 137 Brandstiftungen gewesen, 2015 sogar nur 118. Aufgeklärt wird in Hessen ungefähr jeder dritte Fall. In den vergangenen Monaten waren besonders in Frankfurt Autos in Flammen aufgegangen. Erst in der Nacht zu Freitag zerstörte ein Feuer einen Mercedes und einen Volvo. Eine Fahndung verlief erfolglos.

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          Auch Versicherungsunternehmen bekommen die Entwicklung zu spüren: „2016 wurden bundesweit für 13 900 Fahrzeugbrände 64,7 Millionen Euro von den Kaskoversicherern geleistet“, erklärte eine Sprecherin des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). 2015 waren es 13 700 Fälle mit einem Aufwand von 59,3 Millionen Euro. Zahlen für die Bundesländer liegen laut GDV nicht vor.

          Wirksamen Schutz vor den Brandanschlägen gibt es nicht. Das Landeskriminalamt empfiehlt, Fahrzeuge in Garagen zu parken oder überwachte und gut beleuchtete Parkmöglichkeiten zu nutzen. Verdächtige Personen sollten der Polizei gemeldet werden.

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