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Brand der Rheingoldhalle : Im Notfall solidarisch

  • -Aktualisiert am

Feuerwehrleute löschen von Drehleitern aus ein Feuer, das in der Rheingoldhalle ausgebrochen war. Bild: Wolfgang Eckert

Der Brand der Rheingoldhalle hat zu effektiver Zusammenarbeit geführt. Die Feuerwehr hat mit vereinten Kräften ihre Kompetenz bewiesen. Und auch anderswo wurde geholfen.

          Es ist noch nicht vorbei. Also weiterhin möglich, dass sich bei den gefährlichen Aufräumarbeiten auf dem durch ein Feuer stark geschädigten Dach der Mainzer Rheingoldhalle doch noch jemand verletzt wird oder Unvorhergesehenes passiert. Trotzdem lässt sich schon jetzt sagen, dass vor allem die Feuerwehr gestern einen überzeugenden Eindruck hinterlassen hat, als es galt, mit vereinten Kräften das in Brand geratene Wahrzeichen vor den Flammen zu retten.

          Vielleicht braucht es bisweilen solche Ereignisse, um Menschen in einer „Rundum-sorglos“-Gesellschaft daran zu erinnern, dass immer etwas passieren kann. Deshalb ist es wichtig, vorbereitet zu sein, so wie die bald 150 hauptberuflich beziehungsweise freiwillig tätigen Feuerwehrleute und Rettungskräfte, die bestens vernetzt sind und sich im Notfall auf ihre Kollegen verlassen können – ob aus Wiesbaden, Ingelheim, Lörzweiler oder Bad Kreuznach.

          Zum Bild einer solidarischen Gemeinschaft passte auch, dass jene, die stundenlang in schwerer Montur rund um die von dicken Rauchwolken eingehüllte Rheingoldhalle im Einsatz waren, sich über eine Feldküche freuen durften, die unter anderem von Mitarbeitern des benachbarten Hilton-Hotels betrieben wurde. Dafür haben sich die Köche und Servicekräfte einen zusätzlichen Stern verdient.

          Wie es hätte ausgehen können, haben vor einem Monat die Bilder der wie eine Fackel brennenden Kathedrale Notre-Dame gezeigt. So schlimm ist es in Mainz nicht gekommen, doch der Schaden ist auch hier groß, vermutlich viel größer, als man bisher von außen erkennen kann. Wenn die durch einen Schwelbrand vermutlich schwer geschädigte Dachkonstruktion erst einmal freigelegt ist, werden sich Baustatiker, aber auch Brandexperten die Sache ganz genau anschauen; vor allem, um die Ursache für das Feuer zu finden.

          Es steht zu befürchten, dass die Sanierung der Rheingoldhalle jetzt nicht mehr bis Oktober fertig wird. Für jene Fastnachtsvereine, die dort ihre Sitzungen abhalten wollten und nun wohl auch in der nächsten Kampagne improvisieren müssen, ist das ärgerlich. Doch es hätte schlimmer kommen können.

          Markus Schug

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Mainz und für den Kreis Groß-Gerau.

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