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SPD: Mittelmäßige Umfragewerte : Bouffier in Umfrage klar vor Schäfer-Gümbel

Amtsinhaber und Herausforderer: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU, links) und der hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel Bild: dpa

Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würde Amtsinhaber Volker Bouffier (CDU) laut Umfrage 45 Prozent bekommen. Konkurrent Schäfer-Gümbel (SPD) verliert an Boden.

          „Sehr zufrieden“ zeigte sich der Generalsekretär der hessischen CDU, Manfred Pentz, mit einer von seiner Partei in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts dimap. Danach erzielt die Union bei der Sonntagsfrage 36 Prozent der Stimmen. Auf SPD und Grüne entfallen 27 beziehungsweise 13 Prozent. Die AfD kommt auf neun, die Linke auf sechs Prozent. Für die FDP würden vier Prozent votieren, wenn am nächsten Sonntag Landtagswahlen wären.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Sowohl für die CDU als auch für die SPD bedeuten die Zahlen im Vergleich zu den Landtagswahlen einen Verlust von zirka drei Prozent. Pentz hob aber hervor, dass die hessische Union damit zum ersten Mal überhaupt über dem Bundestrend liege. Gegen die CDU könne in Hessen nicht regiert werden. Zusammen mit den Grünen komme sie auf 49 Prozent. Außerdem habe sie es geschafft, die AfD einstellig zu halten. Dies sei etwa in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen nicht der Fall.

          Acht Punkte weniger für TSG

          Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würde Amtsinhaber Volker Bouffier (CDU) nach den in der vergangenen Woche erhobenen Daten 45 Prozent bekommen. Das ist ein Punkt weniger als im Januar. Um acht Punkte sackt sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel ab: Er kommt auf 27 Prozent.

          62 Prozent der Wahlberechtigten sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. Das sei der höchste in dieser Wahlperiode gemessene Wert, konstatierte Pentz. Die Zustimmungsquote für Bouffier liegt bei 56 Prozent. Das sind zwei Punkte weniger als im Januar.

          „Wenn die CDU ihre Hausdemoskopen damit beauftragt, die eigene Beliebtheit zu erforschen, dann ist das Ergebnis ja vorhersehbar“, sagte Nancy Faeser, Generalsekretärin der hessischen SPD. Grundsätzlich habe man es allenfalls mit einer Momentaufnahme zu tun. „Und natürlich sorgen wir uns um eine Landesregierung, die zur Halbzeit ihres Nichtregierens mittelmäßige Umfragewerte als Bestätigung für amtliches Nichtstun interpretiert.“

          Die Umfrage bedeute, dass die Koalition wieder eine Mehrheit im Landtag habe, äußerten Daniela Wagner und Kai Klose, die Landesvorsitzenden der Grünen. Bei der Sonntagsfrage verbuche man rund zwei Punkte mehr als bei der Landtagswahl 2013.

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