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Zwangsprostitution : Prozess gegen mutmaßliches Bordellbetreiber-Netzwerk

  • Aktualisiert am

Razzia im Rotlichtmilieu: Im April wurden mutmaßliche Prostituierte in Rastatt in Gewahrsam genommen. Bild: dpa

Fünf mutmaßliche Bordellbetreiber müssen sich ab dem heutigen Dienstag unter anderem dem Vorwurf der Zwangsprostitution verantworten. Das Prostitutions-Netzwerk soll Transsexuelle aus Thailand eingeschleust haben.

          Vor dem Landgericht Hanau hat am Dienstag der Prozess wegen eines deutschlandweit operierenden Prostitutions-Netzwerks mit Transsexuellen aus Thailand begonnen. Angeklagt sind fünf mutmaßliche Bordellbetreiber. Die Vorwürfe richten sich gegen vier thailändische Frauen und einen deutschen Staatsangehörigen im Alter zwischen 49 und 63 Jahren. Der Prozess begann mit Verspätung, da sich die Anfahrt einer in einem nordhessischen Gefängnis untergebrachten Angeklagten verzögerte.

          Sie sollen gemeinsam mit weiteren Mittätern die Prostituierten per Flugzeug nach Deutschland eingeschleust haben. Unter anderen handelte es sich laut Anklage um Männer, die sich einer Geschlechtsumwandlung zur Frau unterzogen hatten. Dies geschehe in Thailand teils bereits mit der Absicht, sich zu prostituieren. Es gebe dazu eine große Nachfrage in Bordellen, wie sich bei den Ermittlungen gezeigt habe.

          Die Prostituierten arbeiteten laut Anklage in Bordellen zunächst in Siegen und dann in einem Rotationsverfahren bundesweit an weiteren Orten, darunter Maintal, Rodgau und Gießen in Hessen, Rastatt, Speyer und Saarbrücken. Vorgeworfen wird den Angeklagten auch Zwangsprostitution, gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern, Ausbeutung von Prostituierten, Vorenthalten und Veruntreuung von Arbeitsentgelt sowie Steuerhinterziehung.

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