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Via Telefon und Twitter : So können sich Bürger über die Evakuierung informieren

  • Aktualisiert am

Absperrung des Kampfmittelräumdienstes in Frankfurt Bild: dpa

Am Sonntag um 8 Uhr müssen alle Betroffenen das Sperrgebiet verlassen haben. Wie informieren Polizei und Feuerwehr über aktuelle Entwicklungen?

          3 Min.

          Woher weiß ich, ob ich von der Evakuierung betroffen bin?

          Wer nachschauen will, ob seine Wohnung im Evakuierungsgebiet liegt, findet auf der Internetseite der Feuerwehr www.feuerwehr-frankfurt.de Links zu speziellen Karten. Dort kann jede Adresse gesucht werden. Alle Häuser in der markierten Zone sind zu räumen. Liegt die Trennlinie auf einer Straße, müssen nur Bewohner derjenigen Straßenseite ihre Wohnungen verlassen, die näher zum Bomben-Fundort liegt.

          Wo gibt es aktuelle Informationen?

          Auf ihren Twitterkanälen berichten Feuerwehr und Polizei kontinuierlich über Evakuierung und Entschärfung unter den Hashtags #Weltkriegsbombe und #Frankfurt. Um die Beiträge sehen zu können, müssen Sie nicht bei Twitter angemeldet sein. Außerdem wird die Seite der Feuerwehr regelmäßig aktualisiert, dort gibt es auch einen umfangreichen FAQ.

          Von der Evakuierung direkt Betroffene können sich zudem an das Bürgertelefon der Feuerwehr unter der Nummer 21 21 11 wenden.

          Wo kann ich unterkommen?

          In zwei Räumen in der Messehalle 1 und die Jahrhunderthalle werden Betreuungscenter mit Tischen und Stühlen eingerichtet. Von 6 bis 21 Uhr können die Betroffenen dort unterkommen. Laut Feuerwehr werden für den Transport Busse bereitgestellt, die Haltstellen werden noch bekannt gegeben.

          Der regionale Hotelverband Frankfurt Hotel Alliance bietet in Zusammenarbeit mit der Tourismus- und Congressgesellschaft Zimmer in 28 Hotels in der Stadt, aber außerhalb des Sperrgebiets, an. Die Preise für die Nacht von Samstag auf Sonntag liegen zwischen 49 und 69 Euro je Person im Doppelzimmer. Kinder unter zwölf Jahren übernachten unentgeltlich, in den Übernachtungspreisen ist das Frühstück inbegriffen. Gäste können am Samstag von 16 Uhr an einchecken und am Sonntag die Zimmer bis 16 Uhr behalten. Buchungen unter dem Stichwort „Evakuierung“ nehmen die Hotels direkt an. Die Liste der beteiligten Häuser steht im Internet unter der Adresse www.frankfurt-tourismus.de/hotelangebot.

          Was ist mit dem öffentlichen Nahverkehr?

          Um möglichst viele Betroffene vor Beginn der Sperrung aus dem Gefahrengebiet bringen zu können, werden die U-Bahnen ab Betriebsbeginn gegen 04.00 Uhr durch zusätzlichen Wagen verlängert. 30 bis 40 Linienbusse stünden bereit, um Anwohner aus der Evakuierungszone zu bringen, berichtete ein traffiQ-Sprecher. Die Menschen werden von Sammelstellen zu den Unterkünften und wieder zurück gebracht. Ab 8 Uhr fährt dann nichts mehr durch das Sperrgebiet.

          Die Straßenbahnen fahren nahezu ungehindert bis auf Linie 16, die nur bis zum Westbahnhof fährt. Fünf Buslinien, die sonst das gesperrte Gebiet durchqueren, fallen am Sonntag ganztägig aus. Auch außerhalb der Evakuierungszone könnten Linien ausfallen, da Busse und Fahrer von normalen Strecken abgezogen werden müssten, sagte der Sprecher.

          Die Verkehrsgesellschaften Traffiq und VGF verweisen für Nachfragen auf die RMV-Servicenummer 24 24 80 24, weil die Internetfahrpläne nicht so schnell aktualisiert werden können.

          Sind auch Autofahrer betroffen?

          Auto- und Lastwagenfahrer spüren die Änderung schon früher. Schon Freitagnacht wird die Rastanlage „Taunusblick“ auf der A5 Richtung Basel gesperrt. „Fernfahrer werden gebeten, alternative Parkmöglichkeiten anzufahren“, teilte die Polizei mit. Sonntagmorgen um 4.00 Uhr wird dann auch die A 66 gesperrt. Die Sperrung beginnt ab dem Nordwestkreuz Frankfurt sowie bei der Anschlussstelle Ludwig-Landmann-Straße.

          In der restlichen Frankfurter Innenstadt dürfte das zu mehr Verkehr führen. „Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren“, rät die Polizei.

          Informationen für Kranke und Schwangere

          Wer einen Kranken- oder Behindertentransport benötigt, sollte sich bei Freitag, 19 Uhr beim Bürgertelefon anmelden oder das Onlineformular der Feuerwehr ausfüllen. Die Transporte sind kostenfrei. Die Evakuierung von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen ist ebenfalls gewährleistet.

          Das Bürgerhospital hat zwei Telefonanschlüsse für Patienten geschaltet. Schwangere, die Fragen wegen eines Entbindungstermins haben, können sich unter der Nummer 15 00 59 30 melden. Alle anderen Patienten und Angehörige richten Anfragen an die Nummer 15 00 59 29.

          Die Zentrale des Ärztlichen Bereitschaftsdiensts im Bürgerhospital wird am Samstag nur von 8 bis 15 Uhr besetzt und öffnet am Sonntag erst nach der Freigabe des Sperrgebiets. Patienten mit akuten Gesundheitsbeschwerden können sich an die Bereitschaftsdienst-Zentrale an der Universitätsklinik, Theodor-Stern-Kai 7, Haus 1, wenden, die jeweils von 8 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts geöffnet ist, oder ins Umland nach Bad Homburg, Offenbach, Hofheim und Königstein ausweichen. Auskunft zum Bereitschaftsdienst gibt es unter der Telefonnummer 11 61 17 und unter www.bereitschaftsdienst-hessen.de.

          Auch bei FAZ.NET und in der Rhein-Main-Zeitung versorgen wir Sie natürlich weiterhin mit Informationen rund um den Bombenfund.

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