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Frankfurt : Pendler haben nach Bombenentschärfung wieder freie Fahrt

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Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft. Bild: Helmut Fricke

Vor den Ampeln stauen sich die Autos, Radfahrer schlängeln sich über die Straße, in der U-Bahn drängeln sich Pendler: Nach der erzwungenen Stille kehrt Frankfurt zum Rhythmus der Großstadt zurück.

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          Nach der größten Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik kehrt Frankfurt zur Normalität zurück. Pendler können die Autobahn 66 seit dem frühen Montagmorgen im Berufsverkehr wieder ohne Einschränkungen nutzen. „Seit 3 Uhr ist wieder alles frei“, sagte ein Sprecher der Frankfurter Polizei. Ein Teil der Autobahn war am Sonntagabend auch noch Stunden nach der erfolgreichen Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesperrt.

          Am Montag und an den folgenden Tagen wird der Rücktransport von Patienten in die am Wochenende geräumten Kliniken fortgesetzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Die Rettungskräfte hatten am Sonntagabend bereits damit begonnen. Neben zwei Krankenhäusern waren auch zehn Altenheime vor der Entschärfung der Bombe geräumt worden. In einem Umkreis von 1,5 Kilometern um den Fundort der gefährlichen englischen Luftmine hatten die Behörden eine Sperrzone eingerichtet. Mehr als 60.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

          Nach Stunden unter Höchstspannung hatten die Bombenentschärfer Dieter Schwetzler und René Bennert den gefährlichen Sprengsatz aus britischen Beständen unschädlich gemacht. Die Bombe war bei Bauarbeiten im Frankfurter Westend entdeckt worden. Die Entschärfung der Luftmine war komplizierter als angenommen, weil sich zunächst von zwei der drei Zünder die Sprengkapseln nicht entfernen ließen und gesondert ausgebaut werden mussten.

          Nach dem Ausbau der Zünder und Sprengkapseln wurde sie mit einem Lastwagen abtransportiert. Ein Spezialbetrieb in Niedersachsen soll die Überreste der mit 1,4 Tonnen Sprengstoff ausgestatteten Bombe entsorgen. Die Hülle wird den Kampfmittelexperten zufolge zersägt, der Sprengstoff verbrannt.

          Zu den Kosten des Einsatzes machte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Sonntagabend keine Angaben. Mehr als 2000 Helfer von Polizei, Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen waren im Einsatz. Das Rechnen beginne am Montag. „Aber wenn es um Menschenleben geht, spielt diese Zahl keine Rolle“, sagte Feldmann.

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