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Blockupy : Protest mit Farbe und Planschbecken

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Nachdem das Occupy-Zeltlager geräumt wurde, beginnen die Aufräumarbeiten. Bild: dpa

Knisternde Atmosphäre zum Auftakt von Protesttagen gegen die Macht der Banken: In Frankfurt endet das erste Aufeinandertreffen zwischen Polizei und Demonstranten aber weitgehend friedlich. Die Großdemonstration am Samstag wird unter Auflagen zugelassen. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte aber das umfassende Verbot von Veranstaltungen durch die Stadt.

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          Vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt stehen an diesem Morgen Kinder-Planschbecken. Demonstranten mit Perücken liegen darin, einige sind mit Farbe vollgeschmiert. Und auch so mancher Polizist bekommt eine unfreiwillige Farbdusche ab, die blauen Uniformen sind bald weiß gesprenkelt. Denn die Beamten müssen die Aktivisten aus einem Zeltlager wegtragen. Und die Mainmetropole hat einen ersten Vorgeschmack auf die Aktionstage „Blockupy“ gegen die Macht der Banken bekommen.

          Was nach fröhlichem Demonstrieren vor der Europäischen Zentralbank (EZB) klingt, steht aber eher in der Tradition der Aktionen bei NATO-Gipfeln oder Castor-Transporten. Dort hatten als Clowns verkleidete Demonstranten immer wieder für Provokationen und Zwischenfälle mit der Polizei gesorgt.

          Teils vermummt

          Bei der Räumung des Protest-Camps vor der EZB kam es in Hessens größter Stadt zwar zu keinen massiven Zusammenstößen zwischen Ordnungshütern und Aktivisten. Die Ankündigung eines Frankfurter Camp-Sprechers, die Bewohner wollten zu hundert Prozent auf ein „aggressives und kriminelles Verhalten“ verzichten, wurde aber nicht ganz eingehalten.

          Die teils vermummten Bewohner des Camps, die bereits seit rund sieben Monaten in dem Zeltlager gegen den Kapitalismus demonstrieren, setzten sich in mehreren Reihen hintereinander auf den Boden und warteten auf die Räumung. Einige Aktivisten hatten Perücken auf, saßen in Kinder-Planschbecken mit Farbeimern, aus denen sie die Polizisten bespritzten. Mit weißen Schutzanzügen bekleidet, wurde der harte Kern der Provokateure dann von den Einsatzkräften abgeführt. Begleitet wurde die rund einstündige Wegtrageaktion von Trommeln und Rufen der Demonstranten wie „Wir bleiben hier“.

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