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Blaulicht in Rhein-Main : Mit gefälschten Rezepten Krankenkasse geschädigt – Heroin und Kokain beschlagnahmt

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Betrug: Mit selbst ausgefüllten Rezepten hat der Angeklagte die Krankenversicherung geschädigt (Symbolbild). Bild: dapd

In Frankfurt hat ein Student eine Krankenversicherung um rund 110.000 geschädigt. Nun hat er ein umfassendes Geständnis abgelegt. Ermittler haben Drogen im Wert von über drei Millionen Euro beschlagnahmt.

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          Frankfurt. Mit einem umfassenden Geständnis des Angeklagten hat am Freitag vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess um Betrug zu Lasten einer Krankenkasse begonnen. Der 43 Jahre alte Student räumte vor Gericht ein, seit Anfang 2018 ärztliche Rezepte mit einem speziellen Schrifterkennungsprogramm verfälscht und zur Abrechnung bei der Krankenversicherung eingereicht zu haben. Der von der Staatsanwaltschaft errechnete Schaden beläuft sich auf rund 110.000 Euro. (Aktenzeichen 7330 Js 229420/19)

          Der Angeklagte begründete die Taten mit dem Verlust seines Arbeitsplatzes sowie der fortschreitenden Kokainsucht. Rezepten über einfache Schmerzmittel fügte er deshalb die Namen teurer Hepatitis-Medikamente an, die in Wirklichkeit niemals tatsächlich verordnet oder gar ausgegeben worden waren. Die Anklage geht von einer gewerbsmäßigen Variante des Betruges aus. Das Gericht hat noch mehrere Verhandlungstage terminiert.

          Kassel. Ein Unbekannter hat in Kassel einen Straßenbahnfahrer angegriffen und leicht verletzt. Der 34-Jährige stand am Donnerstagnachmittag an der Haltestelle Hessenschanze neben der Bahn, als ein Mann ihn mit einem Kopfstoß und Fußtritten attackierte, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Angriff sei unvermittelt erfolgt, als der Straßenbahnfahrer dem Täter eine Zigarette anzünden wollte. Das Opfer wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Der Täter flüchtete, die Fahndung dauerte am Freitagnachmittag noch an.

          Neunkirchen/Frankfurt. Ermittler haben im Kreis Neunkirchen im Saarland über 15 Kilogramm Heroin und mehr als 2 Kilogramm Kokain beschlagnahmt. Beamte der Ermittlungsgruppe Rauschgift hatten die Drogen am 15. Juli im Kofferraum eines mutmaßlichen Drogendealers gefunden, wie Zoll und Polizei am Freitag mitteilten. Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken brachten die Beamten auf die Spur des dreiunddreißigjährigen Verdächtigen.

          Neben dem Rauschgift im Straßenverkaufswert von über drei Millionen Euro wurden ein Sportwagen, fünf hochpreisige Uhren und mehr als 30.000 Euro Bargeld sichergestellt. Der Verdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ermittelt.

          Viernheim. Unbekannte haben in der Innenstadt von Viernheim (Kreis Bergstraße) zwei Geldautomaten gesprengt. Zeugen hatten am frühen Freitagmorgen zunächst einen lauten Knall gehört und den Notruf gewählt, wie die Polizei mitteilte. Kurz darauf sei es zu einer zweiten Explosion gekommen. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um drei maskierte Täter, die in einem schwarzen Auto flüchteten. Die Fahndung nach ihnen dauerte am Morgen an. Ob und wie viel Beute die Täter machten, war zunächst nicht bekannt.

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