https://www.faz.net/-gzg-a4ynk

Blaulicht in Rhein-Main : Illegaler Handel in „Telegram“-Gruppen – Kranführer festgenommen

  • Aktualisiert am

Illegaler Handel: Bei einer Aktion in sechs Bundesländern sind insgesamt neun Chatgruppen übernommen und sichergestellt worden. (Symbolbild) Bild: Picture-Alliance

Ein illegaler Handel in Chatgruppen wurde aufgedeckt. Zollfahnder haben bei einer Baustellenkontrolle einen Kranführer festgenommen. Und in Gießen gehen die Ermittlungen gegen einen Mann nach einer Messerattacke weiter.

          2 Min.

          Frankfurt Wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln, gefälschten Dokumenten und gestohlenen Daten sind Ermittler in mehreren Bundesländern gegen Administratoren des Messenger-Dienstes „Telegram“ vorgegangen. Bei einer Aktion in sechs Bundesländern seien insgesamt neun Chatgruppen übernommen und sichergestellt worden, teilten das Bundeskriminalamt und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Freitag mit.

          Es werde gegen insgesamt 28 Beschuldigte ermittelt. Gegen sie seien am Donnerstag Durchsuchungsbeschlüsse in 30 Objekten vollstreckt worden. Sichergestellt worden seien mehr als vier Kilogramm Betäubungsmittel, acht Waffen sowie 8000 Euro in bar, zudem Datenträger und Smartphones. 13 Männern zwischen 18 bis 54 Jahren wird unter anderem unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in teils nicht geringer Menge vorgeworfen. Ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Offenbach in Hessen wurde den Angaben zufolge verhaftet, ein 19-Jähriger aus demselben Landkreis soll noch an diesem Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

          „Telegram“ werde beim Handel mit illegalen Waren und Dienstleitungen als Alternative zu Handelsplattformen im Darknet verwendet, erklärten die Behörden. In teilweise öffentlich zugänglichen Kanälen und Chatgruppen erfolge die Anbahnung der illegalen Geschäfte, die Abwicklung danach in separaten Chats zwischen einzelnen Nutzern. Beteiligt waren den Angaben zufolge die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg sowie die Staatsanwaltschaften in Bremen, Chemnitz, Essen, Hagen, Konstanz und Mannheim. Zudem habe es in Österreich durch die Staatsanwaltschaft Feldkirch mit der Polizei Vorarlberg Durchsuchungen gegeben.

          Frankfurt Zollfahnder haben auf einer Baustelle in Frankfurt einen Kranführer festgenommen, weil er sich möglicherweise illegal in Deutschland aufhielt. Zudem besaß der Mann keine Arbeitsgenehmigung, wie das Hauptzollamt Frankfurt am Freitag mitteilte. Bei der Kontrolle am Donnerstag vergangener Woche deckten die Fahnder darüber hinaus elf Fälle auf, in denen der gesetzliche Mindestlohn mutmaßlich nicht bezahlt wurde. Bei 20 Arbeitern sollen Sozialversicherungsbeiträge unterschlagen worden sein.

          Gießen Nachdem er einen 60 Jahre alten Mann mit einem Messer schwer verletzt haben soll, gehen die Ermittlungen gegen einen 48-Jährigen weiter. Der Tatverdächtige soll ärztlich begutachtet werden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen. Dann würden Ermittler prüfen, ob er einem Haftrichter vorgeführt werden kann.

          Der 48 Jahre alte Mann soll am Donnerstag den 60-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt haben. Er wurde daraufhin festgenommen und kam in Polizeigewahrsam. Das Motiv und der genaue Hergang der Tat waren am Freitagmorgen weiterhin unklar, sagte die Polizeisprecherin. Auch zum Zustand des Opfers, das am Donnerstag in ein Krankenhaus kam, wurden keine neuen Details genannt.

          Anwohner hatten den 60 Jahre alten Mann am Donnerstagnachmittag vor einem Haus liegend gefunden und den Notruf gewählt. Die eintreffenden Beamten hätten dann den 48-Jährigen als mutmaßlichen Täter festgenommen.

          Weitere Themen

          Wie man eine Bierflasche auftreten kann Video-Seite öffnen

          Geht doch : Wie man eine Bierflasche auftreten kann

          Es gibt viele Möglichkeiten, Bierflaschen aufzumachen. Mit dem Feuerzeug, am Bierkasten oder auch mit dem zwölfer Schraubschlüssel aus der Werkzeugkiste. Es geht aber auch spektakulärer, wie F.A.Z.-Redakteurin Marie Lisa Kehler zeigt.

          Topmeldungen

          Merkel, die Krisenkanzlerin : Rasierklingenritte und Wendepunkte

          Von der Finanz- über die Klima- bis zur Corona-Krise: Die Leistungen eines Kanzlers zeigen sich in den Krisen, die er zu bewältigen hatte. Das hat Angela Merkel einmal gesagt. Daran muss sich die scheidende Regierungschefin messen lassen. Eine Bilanz.
          Eine Projektionsfigur: Saskia Esken

          Der Fall Saskia Esken : Was diese Frau so alles betreibt

          Wenn sie nicht im Fernsehen redet, versteckt sie sich. Wenn sie redet, verstellt sie sich. Saskia Esken dient ihren Gegnern im Wahlkampf als Unperson, die für jede Projektion gut ist.
          Angehörige des sechs Jahre alten Eitans betreten am Donnerstag das Familiengericht in Tel Aviv.

          Nach Seilbahn-Unglück : Eitan bleibt vorerst in Israel

          Der Sorgerechtsstreit um den einzigen Überlebenden des Seilbahnunglücks am Lago Maggiore dauert an, es wird sogar wegen Entführung ermittelt. Nun hat ein Familiengericht in Tel Aviv eine vorläufige Entscheidung getroffen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.