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Bischof in Auszeit : Stadtdekan: Tebartz derzeit ohne viel Einfluss in Limburg

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„Einfluss hat er nur in unseren Köpfen“: Frankfurts Stadtdekan zu Eltz über den Limburger Bischof Tebartz-van Elst Bild: dpa

Trotz seiner vom Papst verordneten Auszeit weilt der Limburger Bischof Tebartz-van Elst regelmäßig im Bistum. Dort ist er aber ohne nennenswerten Einfluss auf die Verwaltung, wie der Frankfurter Stadtdekan zu Eltz meint.

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          Limburgs beurlaubter Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat nach Aussage des Frankfurter Stadtdekans Johannes zu Eltz keinen größeren Einfluss auf die Bistumsverwaltung. Trotz seiner tageweisen Rückkehr ins Bistum habe das Wort Tebartz-van Elsts derzeit kein Gewicht, sagte zu Eltz, der im Skandal um Kostenexplosion und Amtsgebaren zu den stärksten Bischofskritikern zählt.

          „Einfluss hat er nur in unseren Köpfen“, sagte der Stadtdekan am Montag auf Anfrage. „Generalvikar Wolfgang Rösch wird sich als Vertreter auch nicht gegen die Weisung des Heiligen Stuhls vom Bischof dienstliche Anweisungen geben lassen.“

          „Kein Aufenthaltsverbot in Diözese“

          Tebartz-van Elst kehrt nach Angaben seines Bistumssprechers trotz seiner vom Papst verordneten Auszeit regelmäßig nach Limburg zurück. Unter anderem die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatten berichtet, er beeinflusse dort bereits wieder die Bistumsverwaltung. „Der Bischof hat kein Aufenthaltsverbot in der Diözese“, sagte zu Eltz. Seine  zeitweise Rückkehr sei aber auch „wenig unterstützend“ für die eingekehrte Ruhe im Bistumsalltag.

          Papst Franziskus hatte dem Bischof im Oktober eine Auszeit verordnet, die er seither vor allem im niederbayerischen Kloster Metten verbringt. Eine Kommission untersucht seit mehreren Monaten die auf 31 Millionen Euro gestiegenen Kosten für den Bischofssitz. Ein Ergebnis wird noch im Februar erwartet.

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