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Bis zu 90 Prozent Kursgewinn : Die besten Aktien aus Rhein-Main 2015

Wie die Wiesbadener im November berichteten, lag der Umsatz am Ende des dritten Quartals bei 1,24 Milliarden Euro und damit fast neun Prozent höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Der Betriebsgewinn kletterte ähnlich stark auf 121,2 Millionen Euro. Zuletzt hob die Commerzbank ihre Einstufung für die Kion-Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ an und steckte das Kursziel bei 52 Euro; zuvor hatte Analyst Sebastian Growe gemeint, mit 38 Euro sei der Titel, der zuletzt 46 Euro kostete, gut bezahlt. Die Hochstufung begründete er mit dem Hinweis, eine früher als erwartet eingetretene Erholung der Nachfrage aus China und Brasilien bedeute ein weiteres Aufwärtspotential für das Geschäft von Kion. Da steigende Gewinne der im Grunde wichtigste Treibstoff für den Kurs einer Aktie sind, müsste sich dies dann eben auch an der Börse bemerkbar machen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18,1 ist Kion weder teuer noch auffallend günstig.

Die Wiedererstarkte

Kurz vor Weihnachten hat die Stada ein Geschenk bekommen, auf das sie gerne verzichtet hätte. Die Analysten von Warburg Research haben das Kursziel für die Aktie des Bad Vilbeler Herstellers von Nachahmerarzneien (Generika) und anderen Gesundheitsprodukten leicht auf 35 Euro gesenkt. Zur Begründung verwies Warburg Research auf die anhaltende Rubel-Schwäche, die den Gewinn von Stada in Euro belastet. Von diesem Urteil abgesehen, war es aber ein erfreuliches Jahr für die im MDax gelistete Stada. Seit Beginn des Jahres haben die Anleger der Aktie zu einem schönen Kursgewinn von etwa 43 Prozent verholfen.

Das besonders Hübsche daran ist, dass der Kurs im zu Ende gehenden Jahr so hoch steht wie in den zurückliegenden zwölf Monaten nicht. Dabei hat Stada weiter mit den Schwierigkeiten zu kämpfen, die den Wert zuvor auf Talfahrt geschickt hatten; die Rubel-Schwäche gehört dazu. Aber die Wetterauer verdauen die Währungsschwankungen zusehends besser. So wies Stada für das dritte Quartal einen Umsatz aus, der fast sechs Prozent über dem des gleichen Vorjahreszeitraums lag. Vor allem aber verdreifachte sich der Gewinn, nachdem er im ersten Halbjahr noch merklich gesunken war.

In der Gesamtschau rechnet der Vorstand auch weiter mit weniger Gewinn als 2014, wie es im November hieß. Mitte Dezember signalisierte der Vorstand neue Zuversicht für das Russland-Geschäft. Finanzchef Helmut Kraft sagte, Stada erwarte dort „ein noch etwas dynamischeres Wachstum“. Kurz zuvor hatte Stada mitgeteilt, sich den Zugriff auf Botulinumtoxin A gesichert zu haben, ein Nervengift, das gegen Falten gegeben wird und umsatzträchtig ist. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 ist Stada günstig.

Die Zuverlässige

Enis Ersü zeichnet ein gesundes Selbstbewusstsein aus. Aber das kann sich der Gründer, Großaktionär und Vorstandsvorsitzende der Isra Vision AG auch ohne Frage leisten. Der Darmstädter Spezialsoftware-Hersteller steht seit Jahren schon für eine der schöneren Börsengeschichten - und das ganz ohne Mitgliedschaft in einem der vielbeachteten Auswahlindizes. Seit 2009 ist die Aktie von 4,85 Euro auf gut 65 Euro gestiegen. Das bedeutet einen Zuwachs von mehr als 1200 Prozent; seit Januar steht ein Plus von 41 Prozent zu Buche. Zum Vergleich: Der Leitindex Dax hat seit 2009 einen Zuwachs von 167 Prozent geschafft. Dies zeigt wie andere Beispiele auf dieser Seite, dass Aktionäre nicht immer nur auf den Dax schauen sollten, wenn es um Dividendenpapiere geht. Vor allem lobt die Börse mit diesem Kursauftrieb die Verlässlichkeit und Wachstumsstärke von Isra Vision. Nur einmal hat Ersü mit einer Prognose von Geschäftszahlen danebengelegen - aber das war ihm einmal zu viel, wie er hin und wieder anmerkt. So prognostiziert er eher zurückhaltend und hält dafür Voraussagen zu Umsatz und Gewinn mit schöner Regelmäßigkeit ein.

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