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Große Finanzierungsrunde : Biontech gewinnt neue Investoren für Kampf gegen Krebs

Hat mit seinem Team neue Investoren gewonnen: Sean Marett ist Mitglied des Managements von Biontech in Mainz Bild: Helmut Fricke

Biontech will Krebspatienten mit neuartigen Immuntherapien helfen. Dazu entwickelt die Mainzer Biotech-Firma eine Reihe von Mitteln. In der neuen Finanzierungsrunde hat sie neue Investoren in Übersee gewonnen.

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          Biontech will Krebspatienten und Menschen mit anderen schweren Krankheiten mit neuartigen Immuntherapien helfen. Dazu entwickelt die Mainzer Biotech-Firma eine Reihe von Mitteln. In der neuen Finanzierungsrunde hat sie vier neue Investoren in Übersee gewonnen, der größte Investor hat aufgestockt. 325 Millionen Dollar hat die Biontech SE in der sogenannten Serie-B-Runde eingesammelt, wie das Unternehmen soeben bekanntgegeben hat. Das sind etwa 290 Millionen Euro. „Dies ist eine der größten Einzelfinanzierungen eines privaten europäischen Biotechnologieunternehmens“, hebt Biontech hervor.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Vor anderthalb Jahren hatten die Mainzer verlautbart, in der A-Runde 270 Millionen Dollar eingeworben zu haben. Das Geld dient dazu, die laufenden Forschungsprojekte zu unterstützen. Derzeit testet das Unternehmen nach eigenen Angaben sieben Produktkandidaten in acht Studien. Das Mainzer Unternehmen will Krebs und andere lebensbedrohliche Krankheiten mit einem neuen Ansatz bekämpfen. Es nutzt einen Botenstoff im Körper, der Signale an das Immunsystem sendet.  Zudem konnte die Firma zuletzt ihre Antikörper-Pipeline erweitern.

          „Ein signifikanter Meilenstein“

          Unter den laufenden Studien ist ein Projekt, an dem Biontech gemeinsam mit dem Pharmakonzern Sanofi arbeitet, dessen deutsche Tochter im Industriepark Frankfurt-Höchst sitzt. Wie Sean Marett, Mitglied des Biontech-Managements, im Gespräch mit der F.A.Z, sagte, befinden sich schon Patienten in Behandlung. Diese Studie hat im Januar begonnen.

          Mit Blick auf die neue Finanzierungsrunde meint Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin: „Sie ist ein signifikanter Meilenstein, die unsere wissenschaftlichen und ersten klinischen Erfolge anerkennt.“ Die Investoren sehen demnach „in der rasanten Verschmelzung von Bioinformatik, Robotik und künstlicher Intelligenz mit den Biowissenschaften eine interessante Möglichkeit für die Entwicklung präziser, effektiver und kostengünstiger individualisierter Immuntherapien“.

          Strüngmann stockt auf

          Neu an Bord sind als Investoren Jebsen Capital aus Hongkong und Mirae Asset Financial Group aus Südkorea, der Wagniskapitalfonds Steam Athena sowie BVCF aus China. Von den bereits engagierten Investoren haben sich die Redmile Group und das Strüngmann Familiy Office beteiligt. Strüngmann ist der größte Anteilseigner von Biontech, wie es heißt. Den Strüngmann-Brüdern gehörte früher der Generika-Hersteller Hexal.

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