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Im Gespräch: Bio-Schweinebauer : „Konventionelles Fleisch ist einfach viel zu billig“

In der Nische: Bio-Bauer Christoph Förster auf dem Hofgut Marienborn in Bündingen. Bild: Rainer Wohlfahrt

Bio-Schweinefleisch ist kaum zu haben. Ökobauer Förster vom Hofgut Marienborn in Büdingen will den Tierbestand dennoch verdoppeln. Ein Gespräch über Preise, Tücken der Direktvermarktung und scheinheilige Verbraucher.

          3 Min.

          Die Öko-Landwirtschaft gewinnt zwar in ganz Hessen weiter an Boden, laut Deutscher Landwirtschafts-Gesellschaft spielt Bio-Schweinefleisch jedoch so gut wie keine Rolle. Wie erklärt sich dieser Widerspruch?

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bio-Schweinehaltung spielt nur eine geringe Rolle, das stimmt. Der bundesweite Anteil von Bio-Schweinefleisch beträgt knapp ein Prozent des gesamten Markts von Schweinefleisch. Allerdings wächst unser Anteil, wenn auch von niedrigem Niveau. Unser Hauptproblem ist der Preisabstand zu Fleisch aus konventioneller der Schweinehaltung.

          Wie groß ist der Preisunterschied denn?

          Ein konventioneller Mäster bekommt für das Kilogramm Schweinefleisch derzeit etwa 1,47 Euro, wir dagegen erhalten 3,80 Euro. Das ist schon ein erheblicher Unterschied. Angesichts dessen tun sich viele Verbraucher schon schwer, zum Bio-Schweinefleisch zu greifen, zumal es nach der Verarbeitung mit Bio-Gewürzen schon sehr teuer ist.

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