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Bildung : Alte oder neue Schule

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Für sie wollen alle das Beste Bild: dpa

Um die Zukunft der hessischen Schulen tobt ein heftiger Kampf. CDU und FDP bekennen sich zum gegliederten Schulsystem, während die Sozialdemokraten eine „Gemeinschaftsschule“ und die Grünen eine „Neue Schule“ anstreben.

          Um die Zukunft der hessischen Schulen tobt ein heftiger Kampf. CDU und FDP bekennen sich zum gegliederten Schulsystem mit drei Bildungsgängen und drei Abschlüssen, während die Sozialdemokraten eine „Gemeinschaftsschule“ und die Grünen unter dem Titel „Neue Schule“ ähnliche Ziele anstreben. Entscheidend dabei ist die Frage, in welcher Schulform begabte und weniger begabte Kinder am besten gefördert werden können.

          Ralf Euler

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die umstrittene Verkürzung der gymnasialen Schulzeit um ein Jahr in der Mittelstufe will die SPD zurücknehmen, weil die Belastung der Schüler zu groß sei. Die regierende CDU hält die sogenannte G-8-Regelung aus Wettbewerbsgründen hingegen für unumgänglich, weil das Abitur inzwischen in fast allen Bundesländern nach zwölf Jahren abgelegt werde. Von der „Unterrichtsgarantie Plus“, dem Einsatz von Lehramtsstudenten, pensionierten Pädagogen und engagierten Laien bei kurzfristigem Stundenausfall, halten alle drei Oppositionsparteien nichts.

          SPD und Grüne versprechen in den nächsten fünf Jahren rund tausend zusätzliche Lehrerstellen. Die CDU kündigt gar 2500 neue Stellen an den Schulen an, vor allem für Lehrer, aber auch für Verwaltungsfachkräfte. Einigkeit besteht in der Forderung nach der flächendeckenden Einführung von Ganztagsangeboten in den Schulen.

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