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Frankfurter Weihnachtsmarkt : „Angstfreier Raum“

Polizeipräsenz: erfolgreiches Sicherheitskonzept am Frankfurter Weihnachtsmarkt. Bild: dpa

Fast drei Millionen Menschen haben in diesem Jahr den Frankfurter Weihnachtsmarkt besucht – eine Menge Arbeit für die Sicherheitskräfte. Doch die Bilanz fällt positiv aus.

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          Mit gut 2,8 Millionen Besuchern und einem geschätzten Umsatz zwischen 25 und 30 Millionen Euro hat der diesjährige Frankfurter Weihnachtsmarkt im Schnitt der vergangenen Jahre gelegen. Seit dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 sind solche Zahlen allerdings eher Nebensache. Wichtiger ist die Botschaft, die Vizepolizeipräsident Walter Seubert gestern verkündete: „Es ist alles friedlich geblieben.“

          Helmut Schwan

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Das festlich geschmückte Areal rund um den Römerberg könne man mittlerweile wieder als „angstfreien Raum“ bezeichnen, ergänzte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU). Seinen Angaben zufolge gab es kein einziges Mal Alarm wegen einer verdächtigen Person oder einer verwaisten Tasche. Die Beschallungsanlage wurde nicht gebraucht.

          Gut behütet

          Dass sich die Menschen auf dem Weihnachtsmarkt wieder wohl und gut behütet fühlen, liegt in erster Linie an einem monatelang vorbereiteten Sicherheitskonzept, einer guten Präventionsarbeit und an den vielen eingesetzten Polizisten. Deren Präsenz hat sich offenbar ebenso bewährt wie der Einsatz moderner Technik. Videokameras hatten auch diesmal das Geschehen im Blick und ermöglichten der Einsatzleitung, die Ordnungskräfte zu koordinieren.

          Wo Menschen in großer Zahl zusammen kommen, lassen sich Straftaten nicht ganz verhindern. Zu der Bilanz gehören daher 66 Strafanzeigen, mehr als ein Drittel davon wegen Taschen- und Trickdiebstählen. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Aber es habe sich dennoch bei den organisierten Banden herumgesprochen, dass Frankfurt kein guter Platz für sie sei, sagte Frank. Zwei Vertreterinnen der fingerfertigen Zunft konnten von Zivilbeamten auf frischer Tat ertappt werden.

          Die Polizei verzeichnete kaum Gewaltdelikte wie Raub und tätliche Angriffe. Den beiden angezeigten Fällen von gefährlicher Körperverletzung liegt eine Auseinandersetzung am Glühweinstand zugrunde: Als der Worte genug gewechselt waren, schütteten sich die Streithähne gegenseitig das heiße Getränk ins Gesicht.

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