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Erlebnis Museum muss schließen : Endzeitstimmung im Bibelmuseum

  • -Aktualisiert am

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Glaubensbekenntnisse aus dem 15. Jahrhundert, gezeigt im Frankfurter Bibelmuseum 2015 Bild: Helmut Fricke

Mit Ausstellungen und interreligiöser Bildungsarbeit hat das „Bibelhaus Erlebnis Museum“ in Frankfurt bundesweit auf sich aufmerksam gemacht. Dennoch will die evangelische Kirche die Finanzierung Ende des Jahres 2024 einstellen.

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          Am Donnerstag nächster Woche soll die Entscheidung über die Zukunft des Erlebnismuseums Bibelhaus in Frankfurt fallen. Dann befasst sich die Synode, das Parlament der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), mit der Frage, ob sich die Kirche die finanzielle Unterstützung das Museums noch leisten kann. Die Kirchenleitung hat der Synode vorgeschlagen, den jährlichen Zuschuss von rund 616.000 Euro nur noch einschließlich 2024 zu zahlen. Das würde aus Sicht des Bibelhaus-Vorstands „faktisch das Ende“ der Einrichtung bedeuten. Die Sympathien der EKHN für das ihr nicht gehörende Frankfurter Museum seien „supergroß“, sagt EKHN-Sprecher Volker Rahn. Aber die evangelische Landeskirche stehe wegen sinkender Mitgliederzahlen und Einnahmen selbst unter enormem Druck und müsse dringend sparen.

          Ralf Euler

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mit der Befristung des Zuschusses wolle man dem Bibelmuseum die Chance geben, sich auf die Entwicklung einzustellen und ein neues tragfähiges Betriebskonzept „auf der Grundlage eines eigenen Fundraisings“ zu entwickeln, heißt es in der Beschlussvorlage für die Synode. Eine Fortführung des Museums wäre nach Einschätzung der Kirchenleitung auch nach Wegfall der Zuschüsse möglich: etwa dann, wenn das Haus nur noch nach Terminvereinbarung und ausschließlich Besuchergruppen offen stünde.

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