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Drogen- und Waffenhandel : Bewährungsstrafe für Cannabis-Zucht in Kleingarten

  • Aktualisiert am

Bewährungsstrafe und Arbeitsstunden: Der Angeklagte züchtete zwanzig Hanfpflanzen in seinem Schrebergarten. Bild: dpa

Wegen der Zucht von Cannabis, Drogen- und Waffenbesitz verurteilte das Landgericht Frankfurt einen 36 Jahre alten Mann zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten und gemeinnützigen Arbeitsstunden. Auf die Spur hatte der Angeklagte die Polizei selbst gebracht.

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          Für eine Cannabis-Zucht in seinem Schrebergarten, Drogen- und Waffenbesitz ist ein Mann vom Landgericht Frankfurt am Donnerstag zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss er 90 gemeinnützige Arbeitsstunden ableisten (AZ 5270 Js 203202/18).

          Der Angeklagte hatte die Polizei vor zwei Jahren selbst auf seine Spur gebracht. Er rief auf dem Revier an und meldete verdächtige Gestalten auf der Nachbarparzelle. Als die Polizei schließlich auf das Gartengelände kam, wurden 20 Hanfpflanzen auf seinem Grundstück entdeckt. In seiner Hütte waren zudem Marihuana-Blätter zum Trocknen aufgehängt. Darüber hinaus wurden dort eine Luftpistole und eine Machete entdeckt.

          Vor Gericht räumte der 36 Jahre alte Mann die Vorwürfe ein. Verurteilt wurde er schließlich wegen Drogenhandels mit Waffen. Das Gericht ging allerdings nur bei der Luftpistole von einer Waffe aus. Eine Machete in der Gartenhütte sei dagegen als „Erntegerät“ einzuordnen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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