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Freund von Soldat Franco A. : Bewährungsstrafe für Bunkern von Munition

  • Aktualisiert am

Munition aufbewahrt: Bewährungsstrafe für Jugendfreund von Franco A. Bild: dpa

Ein Mann hat für den Soldaten Franco A. Munition und Sprengkörper aufbewahrt. Nun fiel das Urteil gegen den Jugendfreund des Terrorverdächtigen.

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          Ein Jugendfreund des terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A. ist zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden, weil er für diesen Munition verwahrt hat. Das Landgericht Gießen verhängte einem Sprecher zufolge am Montag außerdem eine Geldauflage von 2500 Euro.

          Der 27 Jahre alte Angeklagte hatte die Vorwürfe zu Beginn des Prozesses eingeräumt und von einem Gefallen für A. gesprochen. Er habe sich nichts dabei gedacht und bei
          seinem Freund auch nicht konkret nachgefragt. In dem Verfahren ging es unter anderem um Verstöße gegen das Waffen- sowie Kriegswaffenkontrollgesetz.

          1000 Patronen im Studentenwohnheim aufbewahrt

          Der 27 Jahre alte Mann hatte laut Anklage im April 2017 von Franco A. in Offenbach mehr als 1000 Patronen sowie mehrere Sprengkörper übernommen. Die Gegenstände, die zum größten Teil aus Bundeswehrbeständen stammten, hatte er dann in seinem Zimmer in einem Studentenwohnheim in Friedberg (Wetteraukreis) verwahrt. Zugunsten des Angeklagten sei gewertet worden, dass er im Fall Franco A. Aufklärungshilfe geleistet habe, sagte ein Justizsprecher.

          Die Bundesanwaltschaft wird Franco A. vor, aus einer rechtsextremen Gesinnung heraus Anschläge geplant zu haben. Derzeit prüft der Bundesgerichtshof, ob ihm wegen Terrorverdachts der Prozess gemacht werden kann.

          Im Fall des 27 Jahre alten Freundes hatte dieser vor dem Landgericht Gießen eine rechtsextreme Gesinnung von sich gewiesen und sich selbst als „weltoffen“ bezeichnet. Allerdings gibt es diverse Chatnachrichten von ihm, die laut Gericht „sicherlich als rassistisch und rechtsextrem“ bezeichnet werden können. Die Geldauflage von 2500 Euro soll dem Sprecher zufolge unter anderem an die Flüchtlingshilfe gehen.

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