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Droh-Mail-Affäre : Weitere Kommunikationspanne in der hessischen Polizei

Peter Beuth (CDU), Innenminister des Landes Hessen, Udo Münch, Landespolizeipräsident, und Sabine Thurau, Präsidentin des Landeskriminalamts (LKA) während einer Pressekonferenz im Februar 2020 Bild: dpa

Im Interview spricht Hessens Innenminister Peter Beuth über Konsequenzen aus der Droh-Mail-Affäre. Nach der Demission des Landespolizeipräsidenten muss sich die LKA-Chefin zu einer zweiten unerlaubten Datenabfrage erklären.

          4 Min.

          Sie stehen gerade in der schwierigsten Phase Ihrer politischen Laufbahn, richtig?

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Die aktuellen Herausforderungen sind groß, ja.

          Eine hat gerade zur Demission Ihres Polizeipräsidenten Udo Münch geführt. Ist er das Bauernopfer, das gebracht werden muss, damit der Minister im Amt bleiben kann?

          Udo Münch ist kein Bauernopfer. Er hat selbst um die Versetzung in den Ruhestand gebeten. Der Landespolizeipräsident hatte mir am Montag erklärt, dass ihm schon im März in einer Videokonferenz von einer unerlaubten Polizeicomputer-Abfrage berichtet worden sei. Dazu sei auch ein Protokoll angefertigt worden. Aber weder das Protokoll noch den Sachverhalt hatte er bewusst wahrgenommen, wie er sagt. Die fehlende Information ist nicht seine Schuld alleine, aber Udo Münch hat die Konsequenz gezogen, um weiteren Schaden von der Polizei abzuwenden.

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