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Todesschuss im Bahnhofsviertel : Beuth: Kein Hinweis auf Rassismus

  • -Aktualisiert am

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) Bild: dpa

In der Nacht auf den 2. August ist im Frankfurter Bahnhofsviertel ein 23 Jahre alter Somalier von einer Polizeikugel in den Kopf getroffen worden. Hessens Innenminister Peter Beuth schildert im Landtag, wie es zu den tödlichen Schüssen kam.

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          Der am 2. August im Frankfurter Bahnhofsviertel von der Polizei erschossene Somalier war der Polizei wegen 29 Straftaten, darunter schwerer Raub und gefährliche Körperverletzung, bekannt. Das hat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Wiesbadener Landtags mitgeteilt. Die Fraktion der Linken hatte Beuth einen Katalog mit insgesamt 28 Fragen vorgelegt und wollte unter anderem wissen, ob die Landesregierung ausschließen könne, „dass struktureller Rassismus Auslöser des eskalierenden Polizeieinsatzes war“, denn das Opfer sei laut Presseberichten schwarz gewesen. Für Rassismus, machte Beuth deutlich, lägen keinerlei Hinweise vor.

          Nach Auskunft des Innenministers haben sich die Vorfälle in der Tatnacht auf den 2. August wie folgt abgespielt: Der 23 Jahre alte Amin F. hatte ein Hotelzimmer in der Moselstraße bezogen und sprach auf der Straße eine Prostituierte mit der Frage nach sexuellen Dienstleistungen an. Sie folgte ihm in das Zimmer und kurze Zeit später wollte der Dreiundzwanzigjährige eine weitere Prostituierte hinzuziehen. Als die beiden Frauen in seinem Zimmer waren, verlangte er, dass sie Drogen nehmen sollten. Es kam zum Streit und Amin F. bedrohte die Frauen mit einem Messer, das eine Klingenlänge von 20 Zentimetern hatte. Die Prostituierten flüchteten und alarmierten die Polizei. Dabei erwähnten sie auch, dass sie einen revolverähnlichen Gegenstand gesehen hatten.

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