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FAZ Plus Artikel Start-up-Szene : Das sind die besten Gründer Frankfurts

Pioniergeist: Die Kooperative, die ein Abo für Obst und Gemüse anbietet, hat es bis ins Finale geschafft. Bild: Frank Röth

Funkchips für Rettungswagen, Cannabis als Medikament, ein denkmalgeschütztes Gasthaus – die diesjährigen Finalisten des mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Gründerpreises zeigen, dass es in der wachsenden Start-up-Szene der Stadt weit mehr gibt als Finanztechnologie.

          3. Platz Cansativa

          Zwei Brüder geben Gras

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Jacqueline Vogt

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die vergangenen Wochen vergingen für Benedikt und Jakob Sons vermutlich wie im Rausch. Vor anderthalb Jahren haben die heute 28 und 30 Jahre alten Brüder ihr Start-up für den legalen Cannabis-Handel gegründet. In diesem Februar ist ein amerikanischer Investmentfonds bei ihnen mit acht Millionen Euro eingestiegen. Vor drei Wochen erhielten sie als erstes europäisches Unternehmen die Lizenz, medizinisches Cannabis aus Lateinamerika zu importieren. Im Herbst wollen sie in Mörfelden ein großes Lager mit Vertriebsbüros und Produktionsfläche eröffnen. Und gestern wurden sie Dritter beim Frankfurter Gründerpreis und erhielten damit 7500 Euro Preisgeld.

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          Benedikt (links) und Jakob Sons, Gründer des Cannabis-Handels Cansativa, erhielten den dritten Preis.

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          Gründerpreis-Sieger Karsten Otto mit einem RFID-Scanner

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          Die Finalisten

          Die Kooperative

          Abo für Obst und Gemüse

          Der Fehler ist gefunden, aber noch nicht behoben. Trotzdem können die rund 10.000 Kunden des Darmstädter Anbieters Entega Medianet, die gestern von einer Störung ihrer Telefon- und Internetverbindungen betroffen waren, wieder ungestört sprechen und surfen. Das versicherte ein Unternehmenssprecher am Dienstag.

          Diesmal wurden wegen der technischen Störung rund ein Drittel der Kundschaft ungewollt und nur für einige Stunden offline geschaltet, bei einer deutlich größeren Panne Anfang März waren die Leitungen mehrere Tage lang zu allen 30.000 Haushalten unterbrochen, die Verträge mit der Telekommunikationstochter des Darmstädter Stromversorgers haben. Die Entega Medianet hat ihren Kundenstamm vor allem in Darmstadt, an der Bergstraße und im Odenwaldkreis, der Anteil an Geschäftskunden ist größer als der von Privatleuten.

          In beiden Fällen waren Geräte in größeren Knotenpunkten des Netzgebietes ausgefallen. „Diese Komponenten zu reparieren oder auszutauschen, dauert eine Weile. Aber wir haben auch aus unserem Stromgeschäft Erfahrungen mit solchen Situationen und können die Anschlüsse zügig auf andere Verteilerknoten umschalten“, erklärte ein Entega-Sprecher. Das Netz sei jetzt wieder stabil, weitere Ausfälle seien vorerst nicht zu befürchten. Für die tatsächliche Reparatur müsse man sich allerdings erst mit anderen Anbietern und dem Hersteller der betroffenen Bauteile abstimmen. Deshalb werde sie sicher einige Tage dauern.

          Das Geschäft mit Internet und Telefon ist für die Entega ein eher kleiner Geschäftszweig, trotzdem besitzt sie teilweise ein eigenes Netz aus Kupfer- und Glasfaserkabeln, das auch Jahr für Jahr vergrößert wird. In der Hauptsache ist das Unternehmern, das der Stadt Darmstadt und den umliegenden Landkreisen gehört, ein Anbieter von Strom und Gas. Zuletzt lag der Umsatz bei fast 1,6 Milliarden Euro. Die Entega preist sich selbst dafür, den Wechsel hin zu erneuerbaren Energien besonders schnell voranzutreiben

          Right Based on Science

          Gradmesser für das Klima

          Konzerne kämen zum Beispiel auf 4,94 Grad Celsius, haben die Gründer errechnet. Das Pariser Klimaabkommen habe gezeigt, dass es einen Konflikt gebe zwischen dem Klimawandel und dem, wo sich die Welt gerade hin bewege, sagt Helmke. „Jetzt wird es spannend für uns.“ Im August 2016 begannen sie mit der Entwicklung ihrer Idee. Helmke, die zuvor unter anderem für DHL und einen IT-Dienstleister gearbeitet hatte, forschte dann ein Jahr lang. „Im Oktober 2017 haben wir verstanden, dass es das XDC-Modell braucht“, sagt sie. Ihre Formel kombiniert Daten aus der Klimaforschung mit mehreren ökonomischen Faktoren. Auf Grundlage der Gradzahl analysiert das Start-up die Prozesse im Unternehmen und berät die Manager, wo es Verbesserungspotential gibt. Der Preis für die Beratung beginnt bei 10.000 Euro.

          „Wenn wir die Ergebnisse präsentieren, wird es emotional.“ Welches Unternehmen möchte schon den Spiegel vorgehalten bekommen? Doch das sei die einzige Möglichkeit, ein langfristiges Geschäftsmodell auf die Beine zu stellen, sagt Helmke. „Wir geben die Chance für einen anderen Weg.“

          Seit Dezember 2018 nehme der Umsatz des Start-ups mit etwa elf Mitarbeitern ständig zu. Sie planen, ihr Modell zukünftig an andere Unternehmen zu lizenzieren.