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Teure Friedhöfe : Die letzten Ruhestätten sind Wiesbaden lieb und teuer

Im Wandel: Immer mehr Wiesbadener entscheiden sich für die Verbrennung und ein Urnengrab. Bild: Marcus Kaufhold

Die Landeshauptstadt ächzt unter den Kosten des Bestattungswesens und der vielen Friedhöfe. Für Angehörige wird es nach einer Gebührenerhöhung nun richtig teuer.

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          Die Bestattungskultur wandelt sich. Immer mehr Menschen in der Landeshauptstadt entscheiden sich für die Verbrennung und ein Urnengrab. Auch der Friedwald findet mehr Zuspruch als letzte Ruhestätte. In den zurückliegenden sieben Jahren stieg der Anteil der Urnenbestattungen von rund 75 auf mehr als 80 Prozent. Für die Friedhofsverwaltung bedeutet das spürbar geringere Einnahmen, denn traditionelle Erdbestattungen sind deutlich teurer. Hinzu kommt, dass viele Trauerhallen marode sind und ebenso dringend saniert werden müssen wie Wege und Friedhofsmauern. Auch der Trend zur für Angehörige nahezu pflegefreien Urnenwand macht zunächst beträchtliche Investitionen der Stadt nötig.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Wiesbaden reagiert mit einem Entwicklungskonzept für die Friedhöfe und mit Gebührenerhöhungen, die zum Teil sehr drastisch ausfallen. Doch eine Wahl sieht der zuständige Dezernent Andreas Kowol (Die Grünen) nicht. Mit rund 8,4 Millionen Euro schlägt das Bestattungswesen im Haushalt zu Buche. Nach der Gebührenerhöhung von durchschnittlich 22 Prozent erwartet Kowol Einnahmen in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro. Die Lücke von 2,2 Millionen deckt die Stadt aus verschiedenen Töpfen. Dazu zählen auch 780.000 Euro, die der parkähnlichen Grünpflege zugerechnet und nicht auf die Gebühren umgelegt werden.

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