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Violence Prevention Networks : Beratungsstelle gegen salafistische Radikalisierung geehrt

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„Das gelungene Beispiel Hessen flächendeckend in Deutschland ausbauen“: VPN-Geschäftsführer Thomas Mücke Bild: Wolfgang Eilmes

Sie hat sich um 104 radikalisierte junge Menschen gekümmert sowie 119 Angehörige nach VPN-Angaben beraten. Deshalb ist die hessische Initiative Violence Prevention Networks nun ausgezeichnet worden.

          Die Beratungsstelle des Violence Prevention Networks (VPN) in Hessen hat sich in den zwei Jahren seit ihrer Gründung um 104 radikalisierte junge Menschen gekümmert. Zudem wurden 119 Angehörige nach VPN-Angaben beraten. Die 15 Mitarbeiter organisierten an Schulen 104 Workshops zur Immunisierung von extremistisch-salafistischen Bestrebungen und berieten 89 Institutionen.

          Für diese Arbeit wurde die „Beratungsstelle Hessen - Religiöse Toleranz statt Extremismus“ in Frankfurt von der bundesweiten „Initiative Deutschland - Land der Ideen“ als eines der 100 besten Projekte 2016 ausgezeichnet. Die bisherige Arbeit habe gezeigt, „dass ein sehr großer Beratungs- und Unterstützungsbedarf bei betroffenen Eltern, Jugendlichen und gesellschaftlichen Institutionen vorhanden ist“, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) laut Mitteilung. VPN-Geschäftsführer Thomas Mücke forderte das gelungene Beispiel Hessen flächendeckend in Deutschland auszubauen.

          Rund 850 junge Menschen aus Deutschland sind laut Verfassungsschutz in Kriegsgebiete wie Syrien oder den Irak ausgereist. Zugleich sind dem VPN zufolge rund 1650 Salafisten in Hessen mit dem Ziel aktiv, junge Menschen in Schulen und Jugendtreffs zu rekrutieren.

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